Die Palantir-Aktie ist heute zeitweise auf den tiefsten Stand seit mehr als einem Jahr gefallen. Die Abwärtsbewegung läuft seit Tagen, zuletzt wurde eine wichtige Unterstützung unterschritten. In dieser Phase schlägt Ark-Chefin Cathie Wood zu. AKTIONÄR-Leser konnten die Situation entspannter erleben als die meisten – aus gutem Grund.
Bis auf 113,90 Dollar ging es heute nach der US-Eröffnung mit Palantir zunächst nach unten. Das ist der tiefste Stand seit dem 8. Mai 2025.
AKTIONÄR-Leser konnten der Entwicklung dennoch gelassen zusehen. DER AKTIONÄR hatte die vorherige Aufwärtsbewegung im Heft nach dem Sieg Palantirs im Aktienduell gegen HawkEye (Ausgabe 21/2026) begleitet und den Stopp rechtzeitig nachgezogen. Wer die Empfehlung befolgte, war verlustfrei draußen, bevor der Kursrutsch kam.
Duell-Verlierer HawkEye machte unterdessen übrigens ein Minus von mehr als 30 Prozent!
Auch AKTIONÄR-Plus-Leser wussten bei Palantir rechtzeitig Bescheid: „Die Taktik nach dem jüngsten Kurssprung ist daher klar: laufen lassen, aber absichern. Der Stopp wird nachgezogen. Gelingt der Ausbruch aus der Seitwärtsphase, bleiben AKTIONÄR-Leser dabei. Kippt die Bewegung wieder, wird aus einem guten Trade kein schlechter.“ So stand es am 3. Juni im Online-Artikel „Palantir: Michael Burry und Streit um mehr als 300 Millionen“.
Drei gute Nachrichten – die heute nicht helfen
Während viele verkaufen, kauft übrigens Cathie Wood. Ark Invest erwarb am Dienstag für rund 9,5 Millionen Dollar insgesamt 81.254 Palantir-Aktien über mehrere ETFs, darunter ARKK, ARKW und den ARK Blockchain & Fintech Innovation ETF.
Palantir hat zudem eine strategische Partnerschaft mit dem Marketing- und Datenplattform-Anbieter Zeta Global angekündigt. Zetas Dateninfrastruktur wird künftig auf Palantirs Betriebssystem Foundry aufgebaut. Der KI-Agent Athena von Zeta soll diese Daten in Echtzeit verarbeiten und Marketingentscheidungen in Unternehmensmaßstab ermöglichen.
Zeta-CEO David Steinberg sieht in der Partnerschaft ein Potenzial von mehr als 100 Millionen Dollar jährlichem Zusatzumsatz für Zeta. Die Zeta-Aktie legte nach der Ankündigung zeitweise um bis zu elf Prozent zu.
Wedbush sieht in der Partnerschaft eine Bestätigung des Enterprise-KI-Potenzials von Palantir und behält seine Kaufempfehlung bei.
Palantir ist extrem teuer. Da derzeit zudem das Abwärtsmomentum überwiegt, gilt vorerst: Seitenlinie.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Palantir Technologies.
FAQs zur Palantir-Aktie
Was macht Palantir?
Palantir entwickelt Software, mit der Behörden und Unternehmen große Datenmengen zusammenführen, analysieren und für Entscheidungen nutzbar machen können.
Warum ist Palantir so umstritten?
Weil der Konzern eng mit Militär, Geheimdiensten und Sicherheitsbehörden zusammenarbeitet. Genau das bringt große Aufträge, aber auch politische Kritik.
Warum ist Palantir für Anleger spannend?
Palantir wächst stark, ist profitabel und profitiert vom KI-Boom sowie steigenden Verteidigungsausgaben.
Was ist das größte Risiko?
Die Bewertung ist sehr hoch. Schon kleine Enttäuschungen bei Wachstum, Margen oder Ausblick können die Aktie stark belasten.
Ist Palantir nur eine KI-Aktie?
Nein. Palantir ist eher eine Daten- und Analyseplattform, die KI in konkrete Anwendungen für Behörden und Unternehmen einbindet.
Heute, 17:10