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Ölpreise belasten Dow, Nasdaq & Co: Bloom Energy, Exxon, Dyne Therapeutics und Nike im Fokus

Ölpreise belasten Dow, Nasdaq & Co: Bloom Energy, Exxon, Dyne Therapeutics und Nike im Fokus
Foto: Envato/KI-generiert
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Thorsten Küfner Heute, 15:08 Thorsten Küfner
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Die Marktstimmung bleibt wegen der steigenden Energiepreise eher mau, da sie die Sorge vor bald steigenden Zinsen zusätzlich befeuern. Mehr als eine Stunde vor Handelsbeginn taxierte Broker IG den Dow Jones Industrial zunächst 0,8 Prozent schwächer bei 53.013 Punkten, mittlerweile hat sich das Bild aber wieder etwas aufgehellt.

Am Montag ruhte der Handel wegen eines Feiertags. Der technologielastige Nasdaq 100 zeigte sich dagegen mit einem Plus von 0,1 Prozent bei 29.568 Punkten stabiler, nachdem er zuvor dank starker Halbleiterwerte weitere moderate Zugewinne verbucht hatte. Der Ölpreis dürfte am Dienstag erneut eines der bestimmenden Themen an den US-Börsen sein: Ein Fass Brent-Rohöl aus der Nordsee mit Lieferung im November verteuerte sich auf über 98 US-Dollar und rückt damit näher an die psychologisch wichtige Marke von 100 Dollar heran, auch die amerikanische Sorte WTI zog deutlich an. Als Auslöser gelten unter anderem Angriffe der jemenitischen Huthi-Miliz auf Saudi-Arabien, in deren Folge das größte Ölförderland der Golfregion die Produktion in mehreren Anlagen nahe der jemenitischen Grenze einstellte. Von dieser Entwicklung dürften die US-Ölkonzerne Exxon Mobil und Chevron profitieren, deren Aktien vorbörslich um jeweils über ein Prozent zulegten.

Nach dem robusten Arbeitsmarktbericht vom Ende der Vorwoche könnten die am Freitag anstehenden US-Inflationsdaten die Markterwartungen an eine Leitzinsanhebung der Fed in der kommenden Woche noch weiter verstärken. Als nahezu sicher gilt ohnehin bereits, dass auch die Europäische Zentralbank (EZB) an diesem Donnerstag erneut die Zinsen anheben wird.

Anastasia Amoroso vom Schweizer Vermögensverwalter Partners Group ordnete die aktuelle Marktlage gegenüber Bloomberg TV so ein: Die Märkte befänden sich "wahrscheinlich gerade in einer Art Verdauungsphase, da wir weltweit eine ziemlich bedeutende Anpassung der Zentralbankpolitik durchlaufen" – entsprechend könnten die Aktienkurse einen Teil ihrer bisherigen Gewinne wieder abgeben oder zumindest in eine Konsolidierungsphase eintreten.

Infront USA 30 Industrial (WKN: 969420)

Bei den Einzelwerten zeichnete sich für Dyne Therapeutics ein deutlicher Kurseinbruch von knapp 29 Prozent ab. Das auf Therapien gegen schwere genetische neuromuskuläre Erkrankungen spezialisierte Biotech-Unternehmen gerät in den Sog negativer Nachrichten von Novartis: Der Schweizer Pharmakonzern musste nach dem bereits gescheiterten Herz-Kreislauf-Mittel Pelacarsen einen weiteren Rückschlag hinnehmen, nachdem sein Medikament Del-desiran gegen die Muskelerkrankung Myotone Dystrophie (Typ 1) in einer Phase-III-Studie das vorrangige Studienziel verfehlte. Dass die US-Bank Jefferies einem verwandten Wirkstoffkandidaten von Dyne dennoch gute Erfolgsaussichten einräumt, dürfte der Aktie zunächst kaum helfen.

Auch Boston Scientific gab vorbörslich um 2,5 Prozent nach – das Unternehmen befürchtet infolge eines Cyberangriffs spürbare Auswirkungen auf seine Geschäftszahlen und ein mögliches Verfehlen der Jahresziele. Spannend dürfte auch werden, ob die Nike-Aktie ihre Talfahrt stoppen kann. Positiver entwickelte sich dagegen der Brennstoffzellen-Hersteller Bloom Energy: Die bevorstehende Aufnahme in den marktbreiten Index S&P 500 bescherte der Aktie ein Plus von 6,2 Prozent.

Bloom Energy (WKN: A2JQTG)

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