Die Mega-Angst vor der KI befeuert den Megatrend KI-Schutz. Die Depot-2030-Highflyer CrowdStrike und Okta sind in diesen Tagen gefragt und Analysten untermauern die Wachstumsprognosen. Neuer Kauf am Donnerstag!
Ein Mensch alleine kann als Hacker seit Jahrzehnten große Firmen ärgern – doch was wenn ganze Heerschaaren digitaler Roboter gleichzeitig zum Angriff übergehen und Schwachstellen suchen? Die Experten von Evercore warnen nun davor, dass sich die Geschwindigkeit und das Ausmaß von Cyberangriffen erhöhen könnten.
Ausgeklügelte Cyberangriffe waren bisher durch den hohen Arbeitsaufwand begrenzt. Doch die agentische KI könnte einige dieser Einschränkungen nun verringern, indem fortschrittliche Fähigkeiten auf eine große Zahl von teils autonomen Agenten verteilt werden.
KI könnte die Zahl der Cyberangriffe erhöhen
Tausende Agenten könnten dann Risse in den Firewalls identifizieren, Systeme untersuchen und diese potenziell ausnutzen. Gefahr: Das Kräfteverhältnis zwischen Cyberangreifern und Verteidigern könnte sich zugunsten der Angreifer verschieben. Klare Konsequenz: Firmen müssen sich zur Verteidigung hochrüsten.
Evercore sieht den Sektor als einen Bereich mit dauerhaft hohen Technologieausgaben. Unternehmen müssten ihre Sicherheitsinfrastruktur an die neuen Risiken anpassen.
Spannend: Die Analysten identifizierten insbesondere die Identitätssicherheit als einen Bereich, in dem die Nachfrage zunehmen könnte.
„Viele Mitarbeiter öffnen einfach den Browser, kopieren Firmentexte hinein und lassen Angebote oder Dokumente analysieren. Das ist die gefährliche Schatten-KI“, erklärte mir Thomas Heinz von unserer Depot-2030-Firma Okta. Der Head of Solution Engineering ist wie berichtet in „sehr guter Stimmung“. Denn: „Wir sehen klar mehr Awareness für KI-Sicherheit, ausgelöst durch die vielen KI-gestützten Angriffe. Heinz erklärt: „KI-Agenten brauchen digitale Identitäten, genau wie Mitarbeiter, die verwaltet werden müssen. Wir stellen sicher, dass Agenten nur mit dem richtigen Zugriffsniveau agieren und nicht mehr Rechte haben, als ein Mensch hätte.“
Seit Ende Juni setzt das Depot 2030 gleich auf mehrere KI-Schutz-Firmen (siehe Auszug). Mit Okta war damit in kurzer Zeit ein Trading-Gewinn von 50 Prozent möglich. Wie auch im neuen AKTIONÄR TV besprochen wird – der KI-Schutz-Trend ist an der Börse noch nicht so heiß gelaufen wie manch andere KI-Aktien.
Die Sonnet-KI schätzt im Bull-Case: Der Markt für KI-Schutz, Agentensicherheit und KI-bezogene Identitätssicherheit wächst von etwa 5 bis 10 Milliarden Euro im Jahr 2026 auf 40 bis 70 Milliarden Euro bis 2035.
Spannende Entwicklung; Immer mehr Roboter tauchen auf und müssen geschützt werden. Beispiel: Ein Unternehmen mit 100.000 Mitarbeitern verwaltet heute weit mehr digitale Identitäten, als sein Personalstand vermuten lässt. Neben den 100.000 menschlichen Nutzern kommen rund 500.000 Servicekonten hinzu, die im Hintergrund Systeme und Anwendungen miteinander verbinden. Dazu gesellen sich etwa 2 Millionen Maschinenidentitäten – Server, Geräte, virtuelle Instanzen und Cloud-Ressourcen, die jeweils eigenständig authentifiziert und überwacht werden müssen. Noch größer fällt die Zahl der API- und Agentenzugriffe aus: rund 5 Millionen Verbindungen, über die Software-Agenten, Schnittstellen und automatisierte Prozesse permanent Daten austauschen. Am Ende dieser Kette stehen Milliarden automatisierter Aktionen pro Jahr – jede einzelne davon ein potenzieller Sicherheitsvorfall, der erkannt, bewertet und im Zweifel gestoppt werden muss.
Bislang orientierte sich die Preisgestaltung vieler Sicherheitsanbieter vor allem an der Mitarbeiterzahl – ein Modell, das der heutigen Realität kaum noch gerecht wird. Zunehmend verschiebt sich die Abrechnung hin zu Identitäten, Workloads, Agenten und einzelnen Transaktionen.
Das ist der Hebel
Das ist ein großer Wachstumshebel. Während die Zahl der Mitarbeiter in einem Unternehmen relativ stabil bleibt, wächst die Zahl der Maschinenidentitäten, Agenten und automatisierten Prozesse exponentiell. Jeder neue Softwareroboter, jede zusätzliche API-Verbindung und jeder weitere autonome Agent erhöht die abrechenbare Basis.
Nach Nvidia, Okta und CrowdStrike – neuer Kauf
Das Depot 2030 stellt in der neuen Ausgabe (erscheint am Donnerstag) weitere KI-Schutz-Geheimtipps vor und wird eine neue Transaktion im Depot 2030 bekannt geben. Einfach hier rechtzeitig für alle Details und Transaktionen freischalten und mit uns auf die Suche nach den besten Technologie-Aktien für 2030 gehen.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Nvidia.
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