31.05.2017 Marion Schlegel

Novartis mit Newsflut vor ASCO-Meeting – Dividendengarant setzt auf Wachstum

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Novartis
Trendthema

Der Schweizer Pharmakonzern Roche sorgt kurz vor Beginn der weltweit wichtigsten Krebs-Konferenz, dem ASCO-Meeting in Chicago, für ordentlich Newsflow. Zunächst hat das Unternehmen Ende vergangener Woche von der US-Gesundheitsbehörde FDA die Zulassung für sein Medikament Zykadia zur Behandlung von ALK-positivem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs (NSCLC) erhalten. Die FDA hatte dem Präparat bereits im Februar ein beschleunigtes Zulassungsverfahren (Priority Review) für diese Indikation erteilt.

Die Zulassung in der EU hat die Novartis-Tochter Sandoz für die beiden Biosimilars Adalimumab und Infliximab beantragt – und zwar für die gleichen Indikationen wie die jeweiligen Referenz-Präparate Humira von AbbVie und Infliximab von Janssen. Beide werden in der Behandlung immunologischer Erkrankungen verabreicht. Kurz zuvor hatte der Konzern vom Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) für zwei weitere Biosimilars, Etanercept und Rituximab, eine Empfehlung erhalten.

Zu guter Letzt meldete Novartis außerdem positive Ergebnisse für den Produktkandidaten CTL119 in Kombination mit Ibrutinib bei der Behandlung von chronisch lymphatischer Leukämie (CLL). Die Schweizer waren sehr zufrieden mit der Ansprechrate bei den Patienten. Zudem hätten acht von neun bewertbaren Patienten nach einem Zeitraum von drei Monaten keine Anzeichen für CLL im Knochenmark aufgewiesen, so Novartis. Die Details der Ergebnisse sollen am 5. Juni auf dem ASCO-Meeting vorgestellt werden.

Novartis zeigt sich zudem zuversichtlich, ab 2018 wieder auf den Wachstumspfad zurückzukehren. Wie der Konzern im Rahmen einer Investoren-Veranstaltung in Boston mitteilte, befinden sich in der Pipeline bei den weiter fortgeschrittenen Kandidaten bis zu zwölf potenzielle Blockbuster. Für die Zeit 2017 bis 2020 stellt der Konzern bis zu 40 Zulassungsanaträge in der EU und den USA in Aussicht.

Gespannt darf man bei Novartis zudem sein, was sich auf der Akquisitionsfront in der nächsten Zeit tun wird. Zudem dürfte es noch in diesem Jahr eine Entscheidung geben, was mit der Augensparte Alcon sowie dem Roche-Anteil passieren wird. Die Aktie von Novartis konnte sich seit Mitte April deutlich erholen. Die nächste wichtige Hürde auf dem Weg in Richtung Allzeithoch bei 103,20 Schweizer Franken wartet bei 82,80 Franken. Für Anleger interessant dürfte zudem die attraktive Dividendenrendite von derzeit 3,5 Prozent sein.