Dividenden sind für den Vermögensaufbau unverzichtbar. So stammen knapp 50 Prozent der langfristigen Erträge an der Börse aus Gewinnausschüttungen. Und diesbezüglich bleibt Deutschland in sehr gutes Pflaster. So schütteten die größten deutschen Börsenkonzerne trotz der aktuellen Wirtschaftskrise 2026 Rekorddividenden an ihre Aktionäre aus.
Insgesamt schütten die 40 DAX-Unternehmen rund 56,7 Milliarden Euro aus, zeigen Berechnungen der Dekabank. Das sind knapp 3,8 Milliarden Euro mehr als zuvor prognostiziert wurde und ein neuer Höchststand.
Vor allem die Dividenden der Autobauer hätten überrascht, schreibt Joachim Schallmayer, Leiter Kapitalmärkte bei der Dekabank. Man habe damit gerechnet, dass die großen Hersteller ihre Zahlungen deutlich senkten. "Tatsächlich schüttet BMW sogar eine etwas höhere Dividende je Aktie als im Vorjahr aus. Mercedes und Volkswagen streichen ihre Ausschüttung gegenüber dem Vorjahr zwar zusammen, aber weniger stark als prognostiziert."
Am meisten Dividenden werden laut Dekabank mit rund 15 Milliarden Euro im Finanzsektor gezahlt, darunter sind die Rückversicherer Münchener Rück und Hannover Rück. Es folgten Industrieunternehmen mit rund 12 Milliarden Euro vor der Autobranche (9,6 Milliarden Euro). Die größten Dividendenzahler im DAX bleiben Allianz, Deutsche Telekom und Siemens .
Die Aussichten für Aktionäre blieben positiv, schrieb Schallmayer. Zwar sei das Umfeld mit dem Iran-Krieg rau, dank einer stabilen Weltwirtschaft seien die DAX-Unternehmen aber bislang kaum betroffen, im Gegenteil: "Die Berichtssaison im ersten Quartal verlief erfreulich und auch im zweiten Quartal dürften die Unternehmensgewinne höher als im Vorjahresquartal ausfallen."
Mit Dividenden lassen Unternehmen Aktionäre am Geschäftserfolg teilhaben. Zwar steckt die deutsche Wirtschaft in der Krise, doch die DAX-Konzerne machen rund 80 Prozent ihres Umsatzes im Ausland. Branchen wie Banken und Versicherungen verbuchten 2025 Rekordergebnisse.
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Enthält Material von dpa-AFX
Heute, 08:17