Paramount Skydance hat die milliardenschwere Übernahme von Warner Bros. Discovery am Dienstag abgeschlossen. Damit ist ein neuer Medienkonzern entstanden, der unter dem Namen Skydance firmiert und Filmstudios, Streamingdienste, TV-Sender und einige der bekanntesten Franchises der Unterhaltungsbranche bündelt.
- Übernahme von Warner Bros. Discovery abgeschlossen
- David Ellison und Ynon Kreiz führen den neuen Medienriesen
- HBO, Paramount+, DC, Harry Potter und Mission: Impossible unter einem Dach
An der Spitze des neuen Konzerns stehen David Ellison als Chairman und CEO sowie Ynon Kreiz als Co-CEO. Für das Streaming-Geschäft ist Casey Bloys als Co-Chair und Chief Content Officer von Skydance DTC verantwortlich. Er betreut damit unter anderem HBO Max und Paramount+. JB Perrette übernimmt als Co-Chair und Chief Business Officer ebenfalls eine zentrale Rolle im Streaming- und TV-Geschäft.
Die Führungsebene ist damit bewusst schlank gehalten. Im Mittelpunkt steht weniger die neue Organisationsstruktur als die Frage, was Skydance mit dem zusammengeführten Portfolio erreichen kann.
Hollywoods Blockbuster unter einem Dach
Denn beim Content entsteht ein echtes Schwergewicht. Warner Bros. bringt unter anderem Harry Potter, DC, Batman, Superman und Game of Thrones ein. Dazu kommen bekannte Filmreihen wie Dune und The Lord of the Rings. Paramount steuert unter anderem Mission: Impossible, Top Gun, Star Trek, Transformers und Der Pate bei. Auch die Rechte an zahlreichen bekannten Serien und TV-Formaten wechseln damit in den neuen Konzern.
Auch im Seriengeschäft wird das Angebot deutlich breiter. HBO bringt erfolgreiche Formate wie House of the Dragon, The Last of Us und The White Lotus ein. Paramount verfügt gleichzeitig über ein umfangreiches Serienportfolio und Marken aus dem CBS-Geschäft.
Zusammen kommen damit nicht nur zwei große Filmstudios, sondern auch HBO Max und Paramount+, CBS, CNN sowie zahlreiche weitere TV- und Kabelmarken unter ein Dach. Skydance rechnet mit mindestens 30 Kinofilmen und mehr als 180 TV-Shows und Serien pro Jahr.
Streaming im Fokus
Genau hier liegt eine der größten Chancen des Zusammenschlusses. Skydance kann künftig auf eine deutlich größere Content-Bibliothek zurückgreifen und damit seine Streamingangebote stärken. Gleichzeitig will das Management die Plattformen technologisch weiterentwickeln und die Kostenstruktur verbessern.
Der Konzern peilt innerhalb von drei Jahren Synergien von mindestens sechs Milliarden Dollar an. Ob sich diese Erwartungen erfüllen, muss sich allerdings erst zeigen. Die Integration zweier großer Medienunternehmen bleibt komplex – und der Streaming-Markt ist bereits hart umkämpft.
Mit dem Abschluss der Übernahme hat Skydance nun Zugriff auf ein außergewöhnliches Portfolio. Die Größe allein ist jedoch kein Garant für steigende Gewinne. DER AKTIONÄR bleibt deshalb bei der Streaming-Wette selektiv. Weder Paramount noch Netflix sind aus Sicht der Redaktion aktuell ein Kauf. Stattdessen verspricht IMAX die beste Unterhaltung. Das Unternehmen profitiert von der Rückkehr großer Blockbuster auf die Kinoleinwand und ist damit weniger direkt vom Ausgang des Streaming-Wettbewerbs abhängig. Die IMAX-Aktie ist ein Kauf.
Heute, 16:40
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