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18.03.2021 Carsten Kaletta

Nasdaq rauscht abwärts

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Nasdaq 100

Die Tech-Werte unter Druck: Der rasante Anstieg der Renditen am Anleihemarkt haben am Donnerstag insbesondere die im Nasdaq-Index gelisteten Titel belastet. Höhere Zinsen machen vor allem diesen teilweise sehr hoch bewerteten Aktien zu schaffen, weil sich dadurch die Finanzierungskosten der stark wachstumsorientierten Tech-Unternehmen erhöhen. Generell könnten Alternativen zur Aktienanlage bei einer Fortsetzung des aktuellen Renditetrends attraktiver werden. Konkret fällt der Nasdaq 100 aktuell um 2,8 Prozent auf 12.830,73 Punkte.

Seit geraumer Zeit profitieren die Anleiherenditen von den billionenschweren Konjunkturhilfen der US-Regierung sowie den Fortschritten bei der Impfkampagne gegen das Coronavirus. Am Mittwoch hatte die US-Notenbank (Fed) weiterhin gelassen auf die Entwicklung am Anleihemarkt reagiert. Man halte die aktuell sehr lockere Geldpolitik unverändert für angemessen.

Die steigenden Anleiherenditen weckten derweil die Hoffnung auf bessere Zinsgeschäfte von Banken.Damit zogen die Papiere von Goldman Sachs um 2,5 Prozent und die von JPMorgan an der Index-Spitze um 3,4 Prozent an. Die Anteilsscheine beider Finanzhäuser notierten damit jeweils auf Rekordniveaus.

Die Experten der Schweizer Bank Credit Suisse wiesen darauf hin, dass nun mehr Mitglieder des geldpolitischen Ausschusses der Fed mit einer Zinserhöhung schon 2022 rechnen. Auch das Lager derjenigen, die 2023 eine Erhöhung erwarten, sei gewachsen. Die Credit-Suisse-Experten rechnen im Zuge der Anpassung des Marktes an die neuen Signale mit weiter steigenden Anleiherenditen. 

Nasdaq 100 (ISIN: DE000DB2KFB5)

Unter den fünf größten Verlieren befinden sich mit dem Elektroauto-Hersteller Tesla, dem Chiphersteller AMD und dem Payment-Spezialisten Paypal auch drei AKTIONÄR-Empfehlungen. Anleger, die den Empfehlungen von Anfang an gefolgt sind, liegen nach wie vor jeweils satt im Plus und sollten deshalb Ruhe bewahren. Unter den (lediglich!) drei  Nasdaq-Werten mit grünem Vorzeichen ist mit Amgen auch ein Biotechnologie-Wert vertreten, den DER AKTIONÄR bereits 2016 auf seine Kaufliste aufgenommen hat.

(Mit Material von dpa-AFX)