7 Chancen auf 111 Prozent
17.03.2020 Thobias Quaß

Microsoft: Durch nichts aus der Ruhe zu bringen

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Microsoft

Die Flut an Homeoffice-Einsätzen zwingt das cloudbasierte Zusammenarbeits-Tool Microsoft Teams in die Knie. Neben den Corona-Auswirkungen belasten jüngste politische und personelle Geschehnisse den Konzern. Trotzdem werden keine Termine verschoben. Die Aktie notiert zum US-Handelsstart mit knapp dreieinhalb Prozent im Plus!

Die erneute Prüfung des Pentagon-Cloudauftrags und der stärkere Rückzug von Bill Gates aus dem Verwaltungsrat des Konzerns kommen zur Unzeit. Dazu zieht COVID-19 Microsoft-Anwendungen qua ihrer Verbreitung in Mitleidenschaft. Am 16 März, als weite Teile der Welt ins Homeoffice wechselten, kam es bei der Collaboration-Plattform Microsoft Teams in Europa und Nordamerika zu Ausfällen und Zusammenbrüchen. Diese sind mittlerweile unter Kontrolle.

In einem anderen Bereich aber bleibt man auf Linie: Nach Absage der E3 – der wichtigsten Gaming-Messe für Neuankündigungen – verlagert Microsoft die geplanten Ankündigungen von der Messehalle ins Internet. Auch werden Bedenken zerstreut, man könne durch die COVID-19-Situation die Hardware nicht zeitig produzieren: Der Konzern hält am Termin für seine Xbox Series X fest. Auch wurden bereits alle Spezifikationen offen gelegt.

Microsoft (WKN: 870747)

Experten sehen im Schnitt ein Kursziel von 184,78 Dollar für die Microsoft-Aktie und gehen 2021 von einem Gewinn pro Aktie von 6,06 Dollar aus. Zwar hat das Papier seit seinem 52-Wochen-Hoch vom 11. Februar wieder knappe 17 Prozent Wert eingebüßt, dennoch ist der Konzern ein zuverlässiger Dividendenausschütter.

Erzkonkurrent Sony (vorbörslich ein knapp vier Prozent im Plus) kommt dagegen immer mehr in Zugzwang. Durch gestörte Lieferketten und Nachfrageanstieg bei Komponenten geraten die Pläne für den Nachfolger der erfolgreichen Playstation 4 ins Hintertreffen. Die Spezifikationen für die PS5 will Sony erst am morgigen Mittwoch, 18. März, bekanntgeben. Microsoft hat die Chance die Karten im Rennen um die nächste Konsolengeneration neu zu mischen.

DER AKTIONÄR bleibt für die Aktie von Microsoft extrem zuversichtlich. Die bestätigte Veröffentlichung der neuen Konsole im Herbst und die stark wachsenden Cloud-Geschäfte sind solide Wachstumssignale! Die nächste wichtige und erprobte Unterstützung liegt bei 122 Euro. Die aktuelle Korrekturphase stellt für langfristig orientierte Anleger eine hervorragende Chance dar.