17.06.2019 Jan Paul Fori

Microsoft: Der beste Weg für Gamer

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Während Google mit seiner Streaming-Plattform Stadia zum Angriff auf die Konsolen-Hersteller Sony und Microsoft bläst, besinnt sich der Xbox-Cef Phil Spencer auf die gegenwärtige Situation und verweist auf eine weitere Ausgangsmöglichkeit des aktuellen Konsolenkriegs. Doch wie geht es jetzt mit der Aktie weiter?

Im Rahmen der Computerspielemesse E3 in Los Angeles gab Phil Spencer bekannt, dass die nächste Xbox mit dem Codenamen Scarlett höchstwahrscheinlich nicht die letzte Generation sein werde.

Zudem versicherte er mit Hinblick auf die Streaming-Plattform Google Stadia: „Von unterschiedlichen Leuten hört man natürlich unterschiedliche Ansichten. Aber die Wahrheit ist, dass der beste Weg, um ein hochwertiges Videospiel zu zocken, auch in den nächsten Jahren eine lokale Spielekonsole sein wird.“

Zu guter Letzt betonnte Spencer jedoch, dass im Gaming-Segment die Hardware nur zweitranig sei. Viel entschiedener sei seiner Ansicht nach das Software-Geschäft. Diese Einschätzung ist berechtigt. Schließlich verkauft der Konzern an jeden Xbox-Gamer im Schnitt eine Konsole, jedoch mehrere Spiele.

Volle Produktpipeline

Ebenfalls wurde am Rande der E3 bekannt, dass derzeit rund eintausend neue Videospiele für die Xbox entwickelt werden. Zwar stammt ein Großteil dieser Titel von Drittentwicklern, doch auch Microsoft steckte zuletzt vermehrt Geld in die eigene Spiele-Produktion.

Unter anderem übernahm der Tech-Riese kürzlich das Entwickler-Studio Double Fine Productions und gründete zudem ein eigenes Age of Empires Studio, um die Produktion des Strategiespiels schneller voran zu treiben.

Ausbruch geglückt

Der Aktie ist zuletzt der Ausbruch über den Widerstand bei 116,00 Euro geglückt. Getragen durch eine insgesamt starke Präsentation auf der E3 konnten die Papiere zudem ein neues Allzeithoch bei 118,80 Euro markieren. DER AKTIONÄR rechnet damit, dass sich dieser Aufwärtstrend weiter fortsetzt. Des Weiteren spricht neben der neuen Xbox-Konsole auch das Cloudgeschäft für das Unternehmen. Bereits investierte Anleger sollten die Gewinne laufen lassen.