Der aktuelle Bullenmarkt im S&P 500 hat seinen vierten Geburtstag erreicht. Für viele Anleger ist das bereits ein Grund für Nervosität. Doch historisch betrachtet ist ein vier Jahre alter Bullenmarkt keineswegs automatisch reif für das Ende. Im Gegenteil: Frühere Aufschwünge, die diese Marke erreicht hatten, liefen häufig noch weiter.
- Vier Jahre Bullenmarkt bedeuten historisch nicht zwangsläufig das Ende.
- In reiferen Marktphasen wird Gewinnwachstum wichtiger als reine Bewertungsfantasie.
- Microsoft, Nvidia und Amazon bleiben drei der wichtigsten Treiber des langfristigen Trends.
Das ist kein Garant für die Zukunft. Aber es zeigt, dass die reine Dauer eines Aufschwungs wenig über dessen Ende aussagt. Entscheidend bleibt vielmehr, ob Unternehmensgewinne, Investitionen und strukturelles Wachstum weiterziehen.
Die Historie bleibt auf Seiten der Bullen
Die Daten zeigen: Bullenmärkte, die das vierte Jahr erreicht haben, setzten ihren Anstieg in der Vergangenheit auch im fünften Jahr fort. Im Durchschnitt lagen die weiteren Kursgewinne dabei im zweistelligen Prozentbereich.
Ein Bullenmarkt endet also nicht allein deshalb, weil er ein bestimmtes Alter erreicht hat. Entscheidend ist vielmehr, ob das fundamentale Umfeld weiter trägt.
Jetzt zählen die Unternehmensgewinne
In der frühen Phase eines Bullenmarkts profitieren Aktien häufig stark davon, dass sich Bewertungen normalisieren. Je länger ein Aufschwung läuft, desto stärker muss die operative Entwicklung übernehmen.
Genau dort bleiben die großen Technologiekonzerne gut positioniert. Digitalisierung, Cloud, KI und der Ausbau moderner Rechenzentren sind keine kurzfristigen Themen, sondern laufende Investitionszyklen.
Gleichzeitig profitieren die Marktführer von ihrer Größe. Hohe freie Cashflows, starke Marktpositionen und Skaleneffekte erlauben ihnen, weiter aggressiv zu investieren.
Drei Unternehmen treiben den Megatrend
Microsoft verbindet Azure, Unternehmenssoftware und künstliche Intelligenz. Der Konzern kann neue KI-Funktionen direkt an eine bereits riesige Kundenbasis verkaufen und damit bestehende Abonnements weiter monetarisieren.
Nvidia sitzt weiterhin an einem der wichtigsten Nadelöhre des KI-Booms. GPUs, Netzwerktechnik und komplette Rechenzentrumsplattformen machen den Konzern zu einem zentralen Ausrüster der weltweiten KI-Infrastruktur.
Amazon profitiert gleich von zwei strukturellen Trends. Der Konzern dominiert große Teile des Onlinehandels und besitzt mit AWS gleichzeitig eine der wichtigsten Cloud-Plattformen der Welt.
Diese Unternehmen wachsen nicht deshalb schneller als der Gesamtmarkt, weil sie Teil eines kurzfristigen Hypes sind. Ihre Produkte und Dienste sind tief in den Alltag von Unternehmen und Verbrauchern integriert.
Alter allein beendet keinen Bullenmarkt
Vier Jahre Kursanstieg sind kein Grund, automatisch vorsichtig zu werden. Entscheidend ist, ob die fundamentale Entwicklung den Markt weiter trägt.
Genau hier bleiben Microsoft, Nvidia und Amazon wichtige Zugpferde. Gewinnwachstum, KI-Investitionen, Cloud und Digitalisierung liefern weiterhin operative Unterstützung.
Im Megatrend Folger konzentrieren wir uns deshalb weiter auf solche strukturellen Gewinner. Die Aktien bilden das langfristige Fundament, während ausgewählte, lang laufende Optionsscheine bei passenden Setups zusätzliche Renditechancen eröffnen.
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Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Nvidia, Microsoft.
Nvidia-Aktie befinden sich in einem Realdepot der Börsenmedien AG.
Der Autor hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Amazon.
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