19.07.2018 Maximilian Völkl

Mega-Deal: Erfolg für E.on und RWE – Innogy gibt Widerstand auf

-%
DAX
Trendthema

Mit der Zerschlagung von Innogy haben E.on und RWE im Frühjahr für viel Aufsehen gesorgt. Die zweite Revolution in der deutschen Energiebranche innerhalb von zwei Jahren sorgte zwar nicht nur für Begeisterung. Am Mittwochabend haben die Versorger nun aber bekannt gegeben, dass Innogy den Widerstand gegen den Milliardendeal aufgibt.

E.onRWE und Innogy teilten mit, dass man sich „auf faire Integrationsprozesse“ geeinigt habe. Innogy gebe deshalb den latenten Widerstand gegen die Zerschlagung auf und werde die zügige Umsetzung der geplanten Transaktion unterstützen. Bislang hatte die RWE-Tochter deutlich gemacht, dass man sich gegen den Verlust der erst vor zwei Jahren gewonnenen Eigenständigkeit zur Wehr setzen will.

Der Vorstand von Innogy hatte sich sogar geweigert, den Aktionären die Annahme der E.on-Offerte zu empfehlen. Aufgrund neuer Vereinbarungen hat sich dies nun geändert, vor allem konnten sich die beteiligten Unternehmen auf Integrationsprozesse einigen. So sollen die „Mitarbeiter fair und möglichst gleich behandelt werden“. Zudem seien „Prinzipien und Auswahlprozess zur fairen Besetzung von Top-Führungspositionen vereinbart“ worden.

Sinnvolle Neuordnung

Durch die Zustimmung von Innogy rückt der richtungsweisende Deal immer näher. E.on wird sich als Energiedienstleister positionieren und ist vor allem für konservative Anleger interessant. RWE deckt als Energieerzeuger die gesamte Palette von den konventionellen bis zu den erneuerbaren Energien ab. Die Aktie ist spekulativer, aber ebenfalls ein Kauf.

Buchtipp: Kurzfriststrategien für Anleger

Bekannt wurde er mit Langfriststrategien. Doch in seinem neuen Buch widmet sich Börsenexperte Thomas Gebert nun Kurzfriststrategien: Wie bekommt man die kurzfristigen Bewegungen der Aktienkurse in den Griff? Der Schlüssel liegt einerseits in einer speziellen Deutung der Candlestick-Charts, mit denen sich relative Stimmungsextreme diagnostizieren lassen, und andererseits in einem bestimmten Rhythmus, in dem die Kurse schwingen. Die Kombination, auf den emotionalen Umschwung zu warten und ihn zum richtigen Zeitpunkt zu erkennen, macht es möglich, die unmittelbare Richtung des DAX einzuschätzen. Gebert erklärt zudem, wie er zu seiner überaus treffsicheren 2-Wochen-Prognose in seinem beliebten „GebertBrief“ kommt.

Autoren: Gebert, Thomas
Seitenanzahl: 272
Erscheinungstermin: 05.12.2019
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-86470-655-4