Der DAX hat am Mittwoch nach der Veröffentlichung neuer US-Inflationsdaten einen Großteil seiner Tagesgewinne wieder abgegeben. Bei den Einzelwerten derweil Papiere aus dem Rüstungs- und Luftfahrtsektor und der Gabelstaplerhersteller Kion im Fokus.
Wie DER AKTIONÄR berichtete, stiegen die US-Verbraucherpreise im September im Jahresvergleich um 3,7 Prozent. Damit lag die Inflationsrate über den Erwartungen und deutlich über dem Ziel der US-Notenbank. Das schürt Zweifel an einer baldigen geldpolitischen Lockerung und belastet die Stimmung an den Aktienmärkten.
Der DAX fiel von seinem Tageshoch, an dem er zeitweise 0,8 Prozent im Plus gelegen hatte, deutlich zurück. Zuletzt notierte das Börsenbarometer noch rund 0,2 Prozent fester. Mit Blick auf das Chartbild steht damit die 21-Tage-Linie weiterhin im Fokus. Offen bleibt vorerst die Frage, ob sich der DAX nachhaltig über der wichtigen Trendlinie behaupten kann.
Rheinmetall und MTU Aero Engines gefragt
Bei den Einzelwerten steht der Düsseldorfer Rüstungskonzern Rheinmetall an der Indexspitze. Platz 2 nimmt derweil der Triebwerkbauer MTU ein.
Kion erholt sich, Lufthansa unter Druck
Im MDAX klettert Kion um 3,6 Prozent. Der Gabelstaplerhersteller hatte seinen Jahresausblick gesenkt und mittelfristige Ziele wegen der schwachen Nachfrage verschoben. Nach einem kurzen Kursrutsch griffen Anleger dennoch wieder zu. Die Aktie hat im laufenden Jahr bereits fast die Hälfte ihres Wertes verloren.
Lufthansa-Papiere büßen dagegen rund zwei Prozent ein. Portugal hat den deutschen Luftfahrtkonzern als bevorzugten Partner für den Einstieg bei der staatlichen Airline TAP ausgewählt. Lufthansa soll für knapp 45 Prozent der Anteile ein Gebot von 1,2 Milliarden Euro abgegeben haben.
Im SDAX gehörte Evotec mit einem Plus von neun Prozent zu den stärksten Werten. Der Wirkstoffentwickler überzeugte mit besser als erwarteten Quartalszahlen und bestätigte seine im Juli gesenkten Jahresziele. PNE brach dagegen um 18 Prozent ein. Der Windparkentwickler kappte seine Ergebniserwartung und fiel auf den tiefsten Stand seit sechs Jahren.
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