Um satte elf Prozent geht es im vorbörslichen Handel mit der Aktie des Windparkentwicklers nach unten. Denn der Konzern rechnet für 2026 mit einem deutlich niedrigeren operativen Ergebnis als bislang angenommen. So soll das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von PNE nur noch bei 60 bis 75 Millionen Euro liegen.
Ohne Sondereffekte kalkuliert das Unternehmen mit 65 bis 80 Millionen Euro. Zuvor hatte PNE für das Gesamtjahr noch 90 bis 120 Millionen Euro beziehungsweise bereinigt 110 bis 140 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Als Grund nannte der SDAX-Konzern am Dienstagabend nach Börsenschluss ein schwieriges Marktumfeld und eine erneute Prüfung der erwarteten Verkaufstermine. Vor allem bei Windparkprojekten verschieben sich einzelne Transaktionen: Erlöse, die ursprünglich noch 2026 zum Ergebnis beitragen sollten, dürften teilweise erst im kommenden Jahr anfallen. Es gehe damit um eine zeitliche Verlagerung der erwarteten Beiträge.
Zugleich hat PNE beschlossen, einige Windparks, die ursprünglich für einen Verkauf vorgesehen waren, im eigenen Bestand zu behalten. Auch diese Entscheidung wirkt sich auf die bisherige Planung aus.
PNE-CEO Heiko Wuttke erklärte: „Das bislang gut verlaufene operative Jahr 2026 wird sich aufgrund der zeitlichen Verschiebungen nicht in vollem Umfang im Ergebnis widerspiegeln. Gleichwohl bestätigen die erreichten Projektverkäufe und die erhaltenen Genehmigungen die hohe Qualität unserer Projektpipeline und die Leistungsfähigkeit unseres Geschäftsmodells.“ Er verwies darauf, dass die PNE AG weiterhin mit einem der besten Ergebnisse der letzten Jahre rechnet.
Wuttke betonte zudem: „An den Erneuerbaren führt kein Weg vorbei. Elektrifizierung, Digitalisierung, der steigende Energiebedarf von Rechenzentren, Klimaschutzziele und politische Ausbaupläne sorgen langfristig für wachsende Nachfrage. Trotz des aktuell herausfordernden Marktumfelds bleiben die strukturellen Wachstumstreiber intakt. Wir sind gut positioniert, von dieser Entwicklung zu profitieren.“
Die Aktie von PNE war schon zuvor keine Empfehlung des AKTIONÄR. Angesichts der heutigen Prognose sowie des weiteren Kurseinbruchs wird weiterhin dazu geraten, an der Seitenlinie zu verharren und nicht ins fallende Messer zu greifen.
Heute, 08:22
Bei Google bevorzugen