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Wall Street: Die frischen Zahlen sind da – mit Einordnung

Wall Street: Die frischen Zahlen sind da – mit Einordnung
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Ingo Nix Heute, 14:44 ‧ Ingo Nix
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Die Verbraucherpreise in den USA sind im September um 0,6 Prozent gegenüber dem Vormonat gestiegen. Das meldete das Arbeitsministerium (BLS) am Mittwoch. Ökonomen hatten genau mit diesem Plus gerechnet, nach 0,4 Prozent im August. Auf Jahressicht kletterte die Teuerung auf 3,7 Prozent, nach 3,4 Prozent im Vormonat. Das Problem steckt im Unterbau: Die Kernrate fiel höher aus als erwartet.

  • Gesamtrate 3,7 Prozent – getrieben vom teuren Benzin
  • Kernrate 0,3 Prozent zum Vormonat und 2,6 Prozent zum Vorjahr – jeweils über Konsens
  • Zinserhöhung der Fed am 28. Oktober wieder ein Thema

Entscheidend für die Notenbank ist die Kernrate ohne Energie und Nahrungsmittel. Sie stieg um 0,3 Prozent, erwartet waren 0,2 Prozent. Damit wiederholt sich das Bild aus dem August, als der Kern ebenfalls 0,3 Prozent statt der prognostizierten 0,2 Prozent zulegte. Auf Jahressicht zog die Kernrate von 2,4 auf 2,6 Prozent an – so hoch wie zuletzt im Juni. 

Darum sind die Verbraucherpreise für die Kursentwicklung wichtig

Die Fed hat den Leitzins am 16. September erstmals seit Juli 2023 angehoben, auf 3,75 bis 4,00 Prozent. Ihre Projektionen sehen bis Jahresende einen weiteren Schritt. Offen war bislang nur der Zeitpunkt. Ein reiner Benzineffekt ließe sich aussitzen, eine zweimal in Folge zu hohe Kernrate kaum. Vor den Zahlen war ein Schritt im Oktober nur zu rund 20 Prozent eingepreist. Die Erzeugerpreise am Donnerstag ergänzen das Bild, der von der Fed bevorzugte PCE-Index kommt erst nach dem Zinsentscheid.

Wichtig zu wissen

Der Energieschock bleibt nicht mehr auf die Zapfsäule beschränkt. Zwei Monate in Folge lag die Kernrate über den Prognosen – das ist kein Ausreißer mehr, sondern ein Muster. Damit rückt die Oktober-Erhöhung zurück auf den Tisch. Anleger sollten die Zehnjahresrendite eng beobachten. Nächste Prüfsteine: die Erzeugerpreise am 15. Oktober und der Zinsentscheid am 28. Oktober.


Infront S&P 500 (WKN: A0AET0)

Vorbörslich notierten die Futures auf den Dow Jones 0,1 Prozent, auf den S&P 500 0,2 Prozent und auf den Nasdaq 100 0,5 Prozent niedriger. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen notiert bei 5,30 Prozent. Gold kostete 4.141 Dollar je Unze, die Ölsorte WTI 95,30 Dollar je Barrel.

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