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30.01.2020 Andreas Deutsch

LVMH: Wie gefährlich wird das Coronavirus für die Aktie?

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LVMH

LVMH ist in Top-Form – noch. Der französische Luxuskonzern hat am Mittwoch ordentliche Zahlen für 2019 vorgelegt. Für 2020 ist das LVMH-Management „vorsichtig optimistisch“. Die Aktie war in den vergangenen Tagen wegen des Coronavirus merklich unter Druck geraten und kämpft nun mit der Marke von 400 Euro.

LVMH hat 2019 den Umsatz von 46,8 Milliarden im Vorjahr auf 53,7 Milliarden Euro gesteigert. Organisch wuchsen die Erlöse im Jahresvergleich um 12 Prozent.

Der Gewinn aus dem fortgeführten Geschäft lag im Gesamtjahr wie von Analysten erwartet bei 11,5 Milliarden Euro. Dies ist ein Anstieg von 15 Prozent.

Die Anleger können sich freuen: LVMH will die Dividende um 13 Prozent auf 6,80 Euro erhöhen.

„Europa und die Vereinigten Staaten verzeichneten im Laufe des Jahres ein gutes Wachstum, ebenso wie Asien, trotz eines schwierigen Umfelds in Hongkong in der zweiten Hälfte des Jahres 2019“, so LVMH in einer Pflichtmitteilung.

Im laufenden Jahr will der Konzern „seine führende Stellung stärken“.

Doch die Unsicherheit im Markt hält an. Piral Dadhania, Analyst bei der Bank RBC, erwartet wegen des Virus eine sinkende Nachfrage nach Luxus in China. Bei den Umsätzen rechnet er mit einem Rückgang von vier Prozent und beim Ergebnis mit einem Minus von sieben bis acht Prozent.

LVMH (WKN: 853292)

Sollte Dadhania Recht behalten, dürfte dies im Aktienkurs von LVMH so langsam eingepreist sein. Wichtig ist, dass LVMH nach wie vor sehr gut dasteht und mit seinen 70 Marken breit aufgestellt ist – so breit wie kein anderer Luxuskonzern. DER AKTIONÄR sieht spätestens im Bereich der 200-Tage-Linie bei 375 Euro eine Nachkaufchance.  

(Mit Material von dpa-AFX)