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13.01.2020 Marion Schlegel

Lufthansa steigt ab: Rivale Ryanair gibt massiv Gas – die neue Nummer 1

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Ryanair

Die Lufthansa hat ihre Stellung als Europas größte Passagier-Airline erneut an den Billigflieger Ryanair verloren. Im Jahr 2019 flogen rund 145,2 Millionen Menschen mit der Lufthansa und ihren Töchtern wie Eurowings, Swiss und Austrian Airlines, wie der DAX-Konzern am Montag in Frankfurt mitteilte. Das waren 2,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, aber weniger als bei der irischen Ryanair, die samt ihren Töchtern wie der Fluglinie Lauda auf 152,4 Millionen Passagiere kam. Bereits 2016 hatten die Iren der Lufthansa den Thron vorübergehend abgejagt.

Bis auf Eurowings legten 2019 alle Airlines des Lufthansa-Konzerns bei der Zahl der Passagiere zu. Zudem blieben weniger Sitzplätze in den Maschinen leer. Die Auslastung verbesserte sich um 1,0 Prozentpunkte auf den neuen Höchstwert von 82,5 Prozent.

Im Frachtgeschäft ging es allerdings deutlich abwärts. Trotz eines vergrößerten Flugangebots sank die Verkehrsleistung um 2,1 Prozent auf 10,7 Milliarden Tonnenkilometer. Die Auslastung der Frachträume verschlechterte sich deutlich um 5,3 Prozentpunkte auf 61,4 Prozent.

Ryanair hat erst vor Kurzem seinen Ausblick für den Nettogewinn im aktuellen Geschäftsjahr erhöht. Der Billigflieger profitierte nach eigenen Angaben von einem stärker als erwarteten Geschäft zum Jahresende sowie guten Buchungen für das kommende Quartal.

Ryanair (WKN: A1401Z)

Die Deutsche Bank hat die Einstufung für Ryanair nach der angehobenen Gewinnprognose auf "Buy" mit einem Kursziel von 16,50 Euro belassen. Der Mittelwert der neuen Prognosespanne des Billigfliegers für den Nettogewinn laufe auf eine um ein Sechstel höhere Konsensprognose hinaus, so Analyst Jaime Rowbotham in einer am Montag veröffentlichten Studie. Die Analysten von Barclays haben ihr Kursziel sogar auf 17,10 Euro angehoben die Einschätzung „Overweight“ vergeben.

Auch aus charttechnischer Perspektive sieht es bei Ryanair weiterhin top aus. Das bisherige Allzeithoch wurde im Jahr 2017 bei 19,48 Euro markiert. Investierte Anleger bleiben weiter an Bord.

Hinweis auf mögliche Interessenskonflikte:

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Ryanair.

(Mit Material von dpa-AFX)