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11.03.2020 Marion Schlegel

Lufthansa rauscht auf neues 3-Jahrestief: Diese Zahl lässt aufhorchen

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Deutsche Lufthansa

Die Ausbreitung des Coronavirus bringt Fluggesellschaften und damit auch die Lufthansa in schwere Turbulenzen. Aus Angst vor der Epidemie lassen Kunden gekaufte Tickets verfallen, die Buchungen brechen ein, und Vorstandschef Carsten Spohr will etliche Flüge streichen. Dem Schrecken an der Börse flog die Lufthansa-Aktie voraus – tief nach unten. Seit dem Jahresanfang notiert das Papier mehr als 36 Prozent im Minus. Nur die Aktie von Daimler hat sich im DAX seitdem noch schlechter entwickelt.

Der Lufthansa-Konzern hat seine Ankündigungen wahrgemacht und wegen des Coronavirus 23.000 Flüge in der Zeit bis zum 24. April gestrichen. Weitere Annullierungen seien sowohl für diese Wochen als auch für einen späteren Zeitraum zu erwarten, erklärte das Unternehmen am Mittwoch in Frankfurt. Die Kapazitätsanpassungen betreffen hauptsächlich Europa, Asien und den Nahen Osten. Bei den Streichungen werde darauf geachtet, sämtliche Ziele mit mindestens einer Gruppen-Airline erreichbar zu halten. Der Konzern hat rund 780 Flugzeuge in der Flotte, die im vergangenen Jahr durchschnittlich 3.226 Flüge pro Tag absolviert haben.

Deutsche Lufthansa (WKN: 823212)

Skeptisch präsentierte sich zuletzt Sven Diermeier vom Analysehaus Independent Research. Sinkende Ölpreise könnten die Nachfrageschwäche im Zuge der Coronavirus-Krise bei Weitem nicht kompensieren, schrieb er am Montag. Sein Kursziel für die Lufthansa-Aktie strich er daher von 19 auf 11,80 Euro zusammen, beließ seine Einstufung aber auf "Halten".

Derzeit notiert die Aktie der Lufthansa gut ein Prozent im Minus bei 10,32 Euro. Damit hat das Papier am heutigen Mittwoch sämtliche Gewinne vom Vormittag wieder abgegeben. Die Aktie markierte ein neues 3-Jahrestief. Die enorm günstig bewertete Aktie der Lufthansa gehört angesichts der mittel- bis langfristigen Perspektiven derzeit auf jeden Fall auf die Watchlist. Aufgrund der aktuellen Panik an den Märkten drängt sich ein Kauf allerdings vorerst noch nicht auf.

Hinweis auf Interessenkonflikte gemäß §34b WpHG: Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Lufthansa.