Neue Ausgabe: 12 Top-Aktien für Post-Corona-Ära
09.03.2020 Thorsten Küfner

Lufthansa: Das klingt jetzt verrückt, aber…

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Deutsche Lufthansa
Trendthema

Die Aktie der Lufthansa hat in den vergangenen Wochen stark unter der Corona-Hysterie gelitten. Auch im heutigen Handel geht es mit den Anteilscheinen der größten deutschen Fluggesellschaft wieder kräftig bergab. Viele Investoren nehmen angesichts der Panik, die zu Wochenbeginn um sich greift, Reißaus. Dabei lohnt sich hier durchaus ein genauer Blick.

Denn so sehr die Buchungsrückgänge und Flugausfälle das Konzernergebnis der Kranich-Airline belasten, mittel- bis langfristig könnte das Unternehmen am Ende durch diese Krise noch profitieren. Schließlich könnten nach der britischen Flybe demnächst auch noch weitere kleinere und vor allem finanziell schwächere Konkurrenten der Lufthansa in die Insolvenz schlittern. Dadurch würden sich die aktuell bestehenden Überkapazitäten an den europäischen Märkten verringern und die Ticketpreise könten im Zuge dessen wieder ansziehen.

Bei der Lufthansa müssen sich Anleger keine größeren Sorgen machen. Die Kranich-Airline verfügt über eine solide Bilanz, stattliche Rücklagen und schreibt - anders als viele Wettbewerber - kontinuierlich schwarze Zahlen. 

Sinkende Treibstoffkosten wahrscheinlich

Zudem hat die Schock-Meldung für viele Investoren, dass der Ölpreis zwischenzeitlich um satte 30 Prozent eingebrochen ist, für die Lufthansa natürlich einen positiven Effekt: Die Treibstoffausgaben - der größte Kostenblock beim DAX-Konzern - dürften dadurch sinken. Zwar zählt das Unternehmen traditionell zu den Airlines, die am besten gegen höhere Ölpreise gehedgt sind. Dennoch sollte das Konzernergebnis davon deutlich profitieren, verharren die Ölpreise in etwa auf den aktuellen Niveaus. 

Deutsche Lufthansa (WKN: 823212)

Die enorm günstig bewertete Aktie der Lufthansa gehört angesichts der mittel- bis langfristigen Perspektiven derzeit auf jeden Fall auf die Watchlist. Aufgrund der aktuellen Panik an den Märkten drängt sich ein Kauf allerdings vorerst noch nicht auf. Wer bereits dabei ist, beachtet den Stopp bei 10,00 Euro.

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