Die Fachleute der Platow Börse sind mit den Zahlen der Deutschen Lufthansa für das wie gewöhnlich schwache erste Quartal des Jahres unzufrieden. Der Preis für den Treibstoff und die Stückkosten im Fluggast-Geschäft sind im Jahresvergleich zwar gesunken, dafür ist der Wettbewerb aufgrund von Überkapazitäten vor allem im Fracht-Geschäft hoch. Finanzvorstand Simone Menne verweist auf die Anlaufkosten für die neue Flugzeugflotte der Tochterfirma Eurowings, welche das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) belastete. Das bereinigte EBIT verbesserte sich dennoch von minus 144 auf minus 49 Millionen Euro. Simone Menne verordnete der Fracht-Sparte ein neues Sparprogramm. Wegen der Umsatzeinbußen von 22 Prozent werde das bereinigte Sparten-EBIT im Gesamtjahr allerdings deutlich niedriger sein als im Vorjahr. Die Stückkosten sollen im Jahresverlauf weiter gesenkt werden – unabhängig von der Entwicklung der Kerosin-Kosten oder positiver Währungseffekte. Die Aktie ist zwar nur mit einem KGV von 5 für dieses Jahr bewertet, allerdings mahnt der merkliche Kursrücksetzer nach der Dividendenzahlung zur Vorsicht. Investierte Anleger sollten die Aktie mit einem Stoppkurs bei 10,20 Euro halten.
Lufthansa „fliegt mal rechts ran“
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