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08.07.2020 Thorsten Küfner

Lufthansa: Ein Problem namens Trump

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Deutsche Lufthansa

Der Flugverkehr in Europa nimmt allmählich weiter zu. Dies ist für Fluggesellschaften wie die Lufthansa natürlich eine erfreuliche Entwicklung. Allerdings wäre es für die Kranich-Airline enorm wichtig, dass bald auch wieder vermehrt Langstreckenflüge durchgeführt werden können. Denn hier erzielte der MDAX-Konzern vor Corona die höchsten Gewinnmargen.

CEO Carsten Spohr hat nun erklärt, dass sich die Buchungszahlen für den Kontinentalverkehr besser als erwartet entwickelt haben, während sie für die Langstrecken eher enttäuschend ausgefallen sind. Dies liegt vor allem an den USA. Spohr erklärte, man habe hierfür „allein die Hälfte unserer Langstreckenflugzeuge“ eingeplant. Der Lufthansa-Vorstand hofft nun darauf, dass sich der Verkehr in die Vereinigten Staaten ab September wieder normalisieren wird. Doch dagegen spricht ganz klar ein Name: Donald Trump.

Trump schaft es einfach nicht...

Trump, der das Coronavirus anfangs noch belächelt hatte und sich selbst jetzt auch noch konsequent weigert, einen Mundschutz zu tragen, traut wohl kaum jemand zu, dass er es schafft, die weitere Ausbreitung der Pandemie zu stoppen. Dies wäre aber eine wichtige Voraussetzung dafür, dass das Passagiergeschäft (das Frachtgeschäft läuft bereits wieder gut und bereitet dem Vorstand derzeit Freude) zwischen Europa und Nordamerika wieder in Schwung kommt.

Doch mit zuletzt knapp 50.000 täglichen (!) Neuinfektionen scheint sich die Lage in den USA sogar noch weiter zu verschlechtern. Insofern müssen sich die Lufthansa-Aktionäre wohl noch längere Zeit gedulden, bis es von diesem für die Kranich-Airline so wichtigen Segment wieder positive Nachrichten gibt.

Deutsche Lufthansa (WKN: 823212)

Es dürfte wohl länger dauern, bis das für die Lufthansa so wichtige Nordamerika-Geschäft wieder ins Laufen kommt. Die Aussichten für die Aktie bleiben daher vorerst trüb. Ein Einstieg beim MDAX-Titel drängt sich deshalb weiterhin nicht auf.

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch von der Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren: Lufthansa.