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Lufthansa: Der Unmut wächst

Lufthansa: Der Unmut wächst
Foto: ZUMA Wire/IMAGO
Deutsche Lufthansa AG -%
16.11.2022, 11:50 ‧ Carsten Kaletta

Die Lufthansa-Aktie tendiert zur Wochenmitte zur Schwäche. Der im MDAX gelistete Luftfahrt-Unternehmen verliert rund zwei Prozent. Hintergrund könnte sein, dass das Papier mit Blick auf den RSI-Wert überkauft ist (DER AKTIONÄR berichtete). Derweil sorgen die Tarifverhandlungen bei der Lufthansa-Tochter Eurwings Discover für Verstimmungen. 

Kurzer Rückblick: Ende Oktober hieß es, dass bei bisher untarifierten Tochtergesellschaft Eurowings Discover die Tarifverhandlungen aufgenommen werden. Die Lufthansa-Konzernführung teilte der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) in diesem Kontext mit, dass man bereit sei, "ergebnisoffen über tarifliche Arbeitsbedingungen" zu diskutieren. Die Firma war vor gut einem Jahr gegründet worden. 

Die aktuelle Problematik: Bei der Eurowings Discover soll es eine eigene Tarif-Kommission geben, wie aerotelegraph jüngst berichtete. Und das gefällt den Personalvertretungen von Lufthansa und Lufthansa-Cargo nicht. Die beiden Gremien argumentieren mit dem "internen Zusammenhalt". Man dürfe sich nicht länger gegeneinander ausspielen lassen, heißt es in dem Bericht weiter. 

Doch die Beschäftigten der Eurowings Discover wollen wiederum gerade deshalb eine eigene Kommission. Man werde ohnehin schon als "Personal zweiter Klasse" angesehen im Konzern, heißt es von einem nicht namentlich Mitarbeiter. Im Grunde sei es genau andersherum als von der Lufthansa-Personalvertretung dargestellt. 

Die Lufthansa-Aktie verliert am Mittwoch 1,8 Prozent auf 7,26 Euro und notiert damit weiterhin über der charttechnisch wichtigen 7-Euro-Marke. Das signalisiert rein charttechnisch weiteres Aufwärtspotenzial. Der RSI-Wert notiert indes nach wie vor im "überkauften Bereich". 

Deutsche Lufthansa (WKN: 823212)

Es bleibt spannend bei der Lufthansa. Positiv sind solche interne Querelen natürlich nicht. Dennoch: Nach einem kurzzeitigen Durchatmen könnte die Aktie – mit Blick auf die im Raum stehenden Verkäufe von Unternehmensbeteiligungen (DER AKTIONÄR berichtete) – durchaus wieder gen Norden segeln. Mutige können dem Trading-Tipp des AKTIONÄR folgen. 

(Mit Material von dpa-AFX)

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Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Deutsche Lufthansa

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