20.01.2014 Jochen Kauper

Loewe: Aktie im freien Fall – Gespräche über Stellenabbau gestartet

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Beim angeschlagenen TV-Hersteller Loewe haben Gespräche zwischen Management und Arbeitnehmervertretern über den geplanten Stellenabbau begonnen. Vor Freitag sei nicht mit Ergebnissen zu rechnen, sagte ein Sprecher der IG Metall am Montag in München. Ein Unternehmenssprecher bestätigte den Start der Verhandlungen. Zum Stand wollte er sich nicht äußern, erklärte aber, es gehe unter anderem um die Möglichkeit, sozialverträgliche Lösungen für die Mitarbeiter über eine Transfergesellschaft zu finden.

Übernahme
Vergangene Woche war bekanntgeworden, dass eine Investorengruppe um den früheren Europa-Chef des Computerriesen Apple Jan Gesmar-Larsen, Loewe übernehmen will. Neben Gesmar-Larsen gehören von Februar an die beiden Münchner Unternehmer Constantin Sepmeier und Stefan Kalmund sowie frühere Manager des dänischen Luxus-HiFi-Produzenten Bang & Olufsen zu den Eignern. Sie haben für die Übernahme die Panthera GmbH mit Sitz in München gegründet. Die Montage am bisherigen Loewe-Stammsitz Kronach soll erhalten bleiben.

Noch mehr Entlassungen?
Firmenangaben zufolge können von den noch rund 550 Mitarbeitern 120 nicht weiterbeschäftigt werden. Die IG Metall befürchtet allerdings, dass die Pläne bis zu 200 Loewe-Mitarbeiter treffen könnten. Die Ankündigungen der Investorengruppe hätten auch weitere Fragen aufgeworfen, die nun besprochen werden müssten, sagte der Gewerkschaftssprecher. Die IG Metall will einen
Interessenausgleich und Sozialplan erreichen.


Aktie meiden
Die Aktie reagiert mit starken Kursverlusten zum Wochenauftakt. Bereits am Freitag warnte DER AKTIONÄR vor einem Absturz.Grund: Die zwischen den Investoren und dem Loewe-Vorstand getroffene Vereinbarung zielt auf eine Übernahme wesentlicher Teile von Loewe im Rahmen eines Asset Deals ab. Sprich: Es werden wesentliche Teile der Firma herausgekauft. Damit ist der Fortbestand von Loewe in deutscher Hand zwar gesichert, mit der börsennotierten Aktiengesellschaft hat das jedoch nichts mehr zu tun. Die Loewe-Aktie ist vor diesem Hintergrund noch immer zu teuer.