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Leere Gasspeicher im Februar? Equinor zieht Richtung Allzeithoch

Leere Gasspeicher im Februar? Equinor zieht Richtung Allzeithoch
Foto: Ints Kalnins/REUTERS
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Thorsten Küfner Heute, 08:06 Thorsten Küfner
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Beim norwegischen Energieriesen Equinor klingelt die Kasse. Und sie könnte bald noch mehr klingeln. Denn sollte der kommende Winter außergewöhnlich kalt ausfallen (vergleichbar mit dem Winter 2010), könnten Deutschlands Gasspeicher laut einer aktuellen Branchenberechnung bereits Anfang Februar restlos geleert sein.

Zu diesem Ergebnis kommt der Verband Ines in einer in Berlin vorgestellten Modellrechnung, die von einem Füllstand von 77 Prozent zum 1. November ausgeht. Bei mildem oder durchschnittlichem Winterwetter wäre die gespeicherte Gasmenge dagegen problemlos ausreichend. Aktuell liegt der Füllstand mit rund 54 Prozent (Stand 6. September) deutlich unter dem Vorjahreswert – ein Rückstand von etwa 19 Prozentpunkten. Um die technisch maximal möglichen 77 Prozent bis November zu erreichen, müsste sich das bislang schleppende Einspeichertempo spürbar beschleunigen.

Zwar haben Gasunternehmen Kapazitäten für 83 Prozent gebucht, lassen davon aber Teile ungenutzt – ein Indiz dafür, dass sich das klassische Geschäftsmodell aus günstigem Sommereinkauf und teurem Winterverkauf wegen der durch den Iran-Krieg bedingt hohen Gaspreise derzeit kaum noch rechnet. Ines-Chef Sebastian Heinermann fordert daher politische Anreize für wirtschaftlich attraktivere Einspeicherbedingungen. Die Bundesnetzagentur betont hingegen, die Versorgung hänge von mehreren Faktoren gemeinsam ab – Pipelines, LNG-Importe und Speicher – und sei aktuell gesichert, da ausreichend Gas am Weltmarkt verfügbar sei.

Equinor, der größte westeuropäische Gasproduzent und wichtigste Lieferant für Deutschland, profitiert jedenfalls umfangreich davon. Dementsprechend stark läuft die Aktie, die in der Vorwoche ein neues Allzeithoch markiert hatte, danach kurz korrigierte und zuletzt wieder Fahrt aufgenommen hat. 

Equinor (WKN: 675213)

DER AKTIONÄR bleibt für die Anteilscheine von Equinor weiterhin zuversichtlich gestimmt. Die immer noch relativ günstige Dividendenperle ist ein attraktives Investment, zumal auch der Chart spannend ist. Der Stoppkurs kann vorerst noch bei 27,00 Euro belassen werden. 

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