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22.01.2014 Stefan Limmer

Lanxess: Aktie gerät unter die Räder – die Hintergründe

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DAX

Die gesamte Chemiebranche litt im vergangenen Jahr unter einem starken Wettbewerbsdruck und musste daher gesunkene Rohstoffpreise an ihrer Kunden weiterreichen. Der Spezialchemiehersteller Lanxess bildete da keine Ausnahme. Der Preisverfall im für das Unternehmen wichtigen Kautschukgeschäft und die Nachfrageschwäche in der Autosparte drückten auf das Ergebnis.

So brach der operative Gewinn im dritten Quartal um 26,4 Prozent auf 187 Millionen Euro ein. Der Nachsteuergewinn rauschte in den Monaten von Juli bis September um rund 90 Prozent auf nur noch elf Millionen Euro in den Keller. Um der Entwicklung gegenzusteuern legte das Management dem Unternehmen zuletzt einen Sparkurs auf, der auch den Abbau von 1.000 Stellen bis Ende 2015 vorsieht. Zudem rechnet die Branche damit, dass die Chemiekonjunktur im laufenden Jahr wieder an Fahrt gewinnt.

Analysten uneins

Nachdem der Chart des DAX-Titels Ende 2013 Stärke zeigte, fährt der Kurs der Lanxess-Aktie seit Tagen Achterbahn. Grund für die hohe Volatilität sind gegensätzliche Analystenstatements. Die Schweizer Großbank UBS bestätigte Anfang der Woche das „Buy“-Rating und setzte den Titel auch noch auf die „Most Preferred List“. Thomas Gilbert geht davon aus, dass die Unternehmenssparte Performance Polymers aufgrund der Erholung im Reifengeschäft ihren Boden gefunden hat. Den fairen Wert der Aktie beziffert Gilbert auf 62,00 Euro.

Auf der anderen Seite steht JPMorgan. Das Investmenthaus senkte das Kursziel von 37,00 auf 28,00 Euro und bestätigte die „Underweight“-Einstufung. Analyst Martin Evans ist seiner Studie der Meinung, dass die zyklische Erholung im laufenden Jahr vom Markt überschätzt wird und die Marktbedingungen für Lanxess weiterhin schwierig sein werden. Er senkte daher seine Ergebnisschätzung bis 2015 um 50 Prozent.

Unter Druck

Die Marktteilnehmer zeigen sich am Mittwoch von der negativen Studie verunsichert. Die Lanxes-Aktie notiert im Handelsverlauf tief im Minus. Anleger, die der Long-Empfehlung des AKTIONÄR gefolgt sind, bleiben vorerst dabei und beachten den Stopp bei 46,00 Euro.  

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