Aktuell gibt es wenig Bewegung im Konflikt zwischen den USA und dem Iran. Vor dem Hintergrund der angespannten Beziehungen zwischen den USA und dem Iran hat Washington zusätzliche Strafmaßnahmen in Aussicht gestellt. US-Finanzminister Scott Bessent hat nun Sanktionen gegen Unternehmen und Staaten, die iranisches Öl beziehen, ins Spiel gebracht.
"Die Iraner sollten wissen, dass dies das finanzielle Äquivalent zu den Bombenangriffen ist." Bereits in der Vergangenheit hatten die Vereinigten Staaten zahlreiche Sanktionen gegen den Iran und dessen Führung verhängt. Nach den jüngsten militärischen Aktionen Teherans gegenüber Nachbarstaaten habe sich jedoch die Haltung in der Region verändert, so Bessent weiter. Insbesondere die Golfstaaten seien nun eher bereit, die bestehenden Maßnahmen mitzutragen und die finanziellen Verbindungen zum Iran konsequenter zu unterbinden.
Die Ölpreise zeigen sich indes eher wenig verändert. So kostet aktuell ein Barrel der Nordseesorte Brent 95 Dollar, für ein Barrel der US-Sorte WTI müssen 90 Dollar auf den Tisch gelegt werden. Weiter nach unten geht es mit den Gaspreisen. So sank der europäische Gaspreis TTF auf nur noch 41 Euro pro MWh. Das ist der niedrigste Stand seit Anfang März. Die Gaspreise stiegen nach Kriegsbeginn und der Sperre der Straße von Hormus zwischenzeitlich noch stärker als die Ölpreise. Schließlich sind der Iran, Saudi-Arabien und Katar gerade auch beim Flüssiggas LNG enorm wichtige Player im Weltmarkt.
Allmählich geht es mit den Öl- und Gaspreisen wieder etwas bergab. Grundsätzlich wäre die Weltwirtschaft mit beiden Rohstoffen mehr als ausreichend versorgt, sobald die Straße von Hormus wieder frei wäre. Neue Positionen im Energiesektor einzugehen, drängt sich in der aktuellen Situation nicht auf. Wer bereits bei breit aufgestellten Konzernen wie TotalEnergies investiert ist, bleibt dabei und beachtet die Stoppkurse, in diesem Fall 55,00 Euro.
Heute, 07:03