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Krieg im Iran: Wie lange hält die Waffenruhe? Öl‑ und Gaspreise weiter hoch

Krieg im Iran: Wie lange hält die Waffenruhe? Öl‑ und Gaspreise weiter hoch
Foto: Sam/MEI/SIPA/picture alliance/dpa
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Thorsten Küfner Heute, 06:46 Thorsten Küfner

Im Nahost-Konflikt ist die Nervosität weiterhin groß. Offenbar soll die von US-Präsident Donald Trump gesetzte Frist für den Iran nur relativ wenige Tage betragen. Dann soll das Land einen konkreten Vorschlag zur Beendigung des Konflikts vorlegen. Gleichzeitig sieht sich Teheran durch die Blockade der strategisch wichtigen Straße von Hormus in einer starken Position.

Nach Informationen des „Wall Street Journal“ versuchen mehrere Vermittlerstaaten – darunter die Türkei, Pakistan und Ägypten – mit Hochdruck, ein erneutes Treffen beider Seiten zu organisieren, möglicherweise noch in dieser Woche. Sowohl Washington als auch Teheran signalisierten zudem, dass sie im Zweifel bereit seien, die Kampfhandlungen wieder aufzunehmen.

Berichten von „Axios“ und Fox News zufolge zeigt sich Trump grundsätzlich offen für eine kurzfristige Verlängerung der Waffenruhe um wenige Tage. Diese soll jedoch nur als Übergangslösung dienen. Regierungssprecherin Karoline Leavitt erklärte gegenüber Journalisten, dass es keine feste Frist für einen iranischen Vorschlag gebe – zugleich machte sie deutlich, dass Trump den zeitlichen Rahmen bestimme. In Teheran stößt diese Haltung auf Ablehnung. Die "Verliererseite kann die Bedingungen nicht diktieren", erklärte ein Berater des Parlamentspräsidenten Mohammed Bagher Ghalibaf.

Unterdessen hält der Iran an seiner Gegenblockade fest. Laut einem Bericht der „New York Times“ zeigen jüngste Angriffe auf Frachtschiffe in der Straße von Hormus, dass Teheran weiterhin erheblichen Einfluss auf die Meerenge ausübt und damit die globale Wirtschaft zusätzlich unter Druck setzen kann. Die US-Regierung erkennt diese Realität hingegen nicht an: Die Vorfälle würden überbewertet, erklärte Leavitt im Gespräch mit Fox News. Ihrer Darstellung zufolge sei die iranische Marine weitgehend ausgeschaltet. Stattdessen hätten Schnellboote die Schiffe attackiert. "Der Iran hat sich von der tödlichsten Marine im Nahen Osten zu einer Bande von Piraten gewandelt", sagte Leavitt. Eine tatsächliche Kontrolle über die Straße von Hormus spricht sie dem Iran ab.

Für Trump bleibt die Öffnung der wichtigen Schifffahrtsroute eine zentrale Voraussetzung für eine Fortsetzung der Waffenruhe. Gleichzeitig hält er jedoch an der US-Seeblockade fest, die sich gegen Schiffe mit Bezug zu iranischen Häfen richtet. Der Iran-Experte Danny Citrinowicz äußerte sich dazu skeptisch und schrieb auf X: "Es ist verlockend zu glauben, dass Zeit und Druck den Iran zum Einlenken zwingen werden. Doch das werden sie nicht."

Brent-Öl (ISIN: FTREFF000001)

Die Unsicherheit an den Märkten bleibt bestehen, dementsprechend verharren die Öl- und Gaspreise weiterhin auf hohen Niveaus. Dies spielt nach wie vor gerade den Energiekonzernen in die Karten, die nicht im Nahen Osten aktiv sind, wie etwa Equinor. Wer bei der norwegischen Dividendenperle investiert ist, bleibt nach wie vor an Bord und beachtet den Stopp bei 24,00 Euro. 

Equinor (WKN: 675213)

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