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18.12.2019 Martin Mrowka

Konkurrenz für Starbucks und Nestlé: Jacobs Kaffee mit Börsengang

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Starbucks

Die deutsche Milliardärsfamilie Reimann plant einen großen Börsengang. Nach Informationen der britischen Wirtschaftszeitung Financial Times soll das Kaffee-Geschäft mit Marken wie Jacobs und Douwe Egberts im kommenden Jahr an die Börse gebracht werden. Mit bis zu drei Milliarden Euro könnte es eines der größten IPO 2020 werden.

Ein Sprecher der Reimann-Holding JAB hat mittlerweile bestätigt, das Kaffeegeschäft im neuen Jahr an die Börse zu bringen. Neben Jacobs Kaffee und der niederländischen Traditionsmarke Douwe Egberts werde auch die US-Kaffeehaus-Kette Peet's Coffee, die ebenfalls zum Imperium der Milliardärs-Familie gehört, in den IPO eingebunden.

Das Unternehmen beabsichtigt, mit dem Börsengang bis zu 3,0 Milliarden Euro einzusammeln, berichtete die Financial Times. Die künftige JDE Peet's wird mit einem Jahresumsatz von rund sieben Milliarden Euro nach Nestlé das größte börsennotierte Kaffee-Unternehmen sein. Der Löwenanteil davon entfällt auf Kaffeebohnen und Kapsel-Marken wie "Tassimo" und "Senseo" und "Pickwick"-Teebeutel. JDE Peet's wird damit zu einem bedeutenden Konkurrenten der Nestlé-Marken, aber auch vom US-Riesen Starbucks. Das Unternehmen wird von Casey Keller, dem Chef von Peet's, geleitet. Weitere Details zum IPO sollen zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben werden.

Die verschwiegene Familie Reimann gilt laut Manager-Magazin mit einem Vermögen von 35 Milliarden Euro als reichste Deutschlands. Grundlage ihres Reichtums war der Ludwigshafener Chemiekonzern Benckiser. In den vergangenen Jahren hat sie sich aber auf die Konsumgüterbranche konzentriert, schreibt Reuters.

Laut dem FT-Bericht will JAB mit dem Börsengang vor allem den Co-Investoren eine Möglichkeit zum Ausstieg geben, die die Beteiligungsfirma der Reimanns für ihre milliardenschweren Investitionspläne an Bord genommen hatte. Seit 2012 haben Staatsfonds, Stiftungen und andere reiche Familien dem Bericht zufolge rund zwölf Milliarden Euro in die JAB-Fonds gesteckt.

Der US-Konsumgüterkonzern Mondelez, der Jacobs 2015 an JAB verkauft hatte, könnte nun aussteigen. Er hält 26 Prozent an JDE. JAB wolle auch nach dem Börsengang der beherrschende Aktionär bleiben, sagte der Sprecher. Außen vor bleibt dabei die Beteiligung der Reimanns von 67 Prozent am US-Kaffeekonzern Keurig Dr Pepper, der bereits an der New Yoker Börse gelistet ist.

Das Listing wird einer der größten europäischen Börsengänge für 2020 sein. Als Heimatbörse ist angesichts der jahrhundertealten niederländischen Abstammung von Douwe Egberts Amsterdam vorgesehen.

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