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Megatrend Folger: Starbucks baut sein Imperium radikal um

Megatrend Folger: Starbucks baut sein Imperium radikal um
Foto: Starbucks
Starbucks Corp. -%
Stefan Sommer Heute, 07:06 Stefan Sommer

Starbucks treibt die Neuausrichtung seines internationalen Geschäfts voran. Nach dem Umbau in China prüft der Kaffeegigant nun offenbar strategische Optionen für Japan. Dazu könnte auch ein Teilverkauf der Landesgesellschaft gehören. Die Aktie setzt bereits zum Rebound an.

• Starbucks könnte sein kapitalintensives Auslandsgeschäft deutlich verschlanken.

• Das Lizenzmodell verspricht höhere Margen bei geringeren operativen Risiken.

• Analysten rechnen bereits mit einer spürbaren Erholung des Gewinns.

Mit rund 2.100 Filialen zählt Japan zu den wichtigsten internationalen Märkten des Konzerns. Ein Großteil der Standorte wird bislang direkt von Starbucks betrieben. Die Überprüfung folgt auf den Verkauf der Kontrollmehrheit am China-Geschäft an Boyu Capital, bei dem die Sparte mit rund vier Milliarden Dollar bewertet wurde.

Vom Filialbetreiber zum Lizenzkonzern

An der Börse zeichnet sich damit ein grundlegender Kurswechsel ab. Starbucks bewegt sich weg von einem kapitalintensiven, selbst betriebenen Filialnetz und hin zu einem schlankeren Asset-Light-Modell.

Ein Teilverkauf in Japan könnte erhebliche Liquidität freisetzen und die operative Komplexität reduzieren. Gleichzeitig bliebe Starbucks über Markenrechte und Lizenzgebühren am langfristigen Wachstum beteiligt. Lokale Partner würden einen größeren Teil der Investitionen und Kostenrisiken übernehmen.

Das Modell ist attraktiv: Starbucks behält seine globale Markenpräsenz, benötigt aber weniger eigenes Kapital für neue Standorte, Personal und laufende Kosten. Dadurch könnten Margen und Kapitalrendite steigen.

Starbucks (WKN: 884437)

Analysten erwarten ein Gewinn-Comeback

Dass die Strategie auf Zustimmung stößt, zeigen die Erwartungen für die kommenden Quartalszahlen. Analysten rechnen mit einem Gewinn je Aktie von 0,65 Dollar. Das entspräche einem Anstieg von rund 30 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal.

Der Umsatz soll mit etwa 9,47 Milliarden Dollar weitgehend stabil bleiben. Für das Gesamtjahr erwartet der Markt einen Gewinn von 2,40 Dollar je Aktie – mehr als zwölf Prozent über dem Vorjahreswert. Die Erlöse sollen auf rund 38,27 Milliarden Dollar steigen.

Damit könnte Starbucks zeigen, dass der operative Umbau bereits Wirkung entfaltet. Entscheidend bleibt, ob es dem Management gelingt, Kosten zu senken, die Nachfrage zu stabilisieren und das internationale Geschäft profitabler aufzustellen.

Starbucks
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Eine globale Marke mit Preissetzungsmacht

Kaffee ist fest im Alltag von Milliarden Menschen verankert. Starbucks profitiert zusätzlich von seiner starken Marke, seinem weltweiten Filialnetz und einer treuen Kundschaft.

Der Umbau zum stärker lizenzbasierten Geschäftsmodell könnte den Konzern widerstandsfähiger machen. Starbucks verdient dann stärker über Gebühren und Markenrechte, während ein Teil der operativen Risiken bei regionalen Partnern liegt.

Schlanker, profitabler, attraktiver

Für den Börsenbrief Megatrend Folger bleibt Starbucks ein stabiler Basiswert. Der internationale Umbau könnte Kapital freisetzen, Risiken reduzieren und die Margen verbessern.

Anleger lassen den langfristigen Trend laufen und nutzen Rücksetzer als Einstiegschance. Mit langfristigen Optionsscheinen lässt sich die Erholung der Aktie zusätzlich optimal hebeln.

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Quelle: Boersenmedien AG

FAQs zur Starbucks-Aktie

Warum prüft Starbucks einen Teilverkauf in Japan?

Ein Verkauf könnte Kapital freisetzen und die operative Verantwortung reduzieren. Gleichzeitig könnte Starbucks über Lizenzgebühren am Wachstum beteiligt bleiben.

Was bedeutet Asset-Light-Modell?

Bei diesem Modell betreibt Starbucks weniger Filialen selbst. Regionale Partner übernehmen Investitionen und laufende Kosten, während Starbucks an Lizenzen und Markenrechten verdient.

Warum könnte das die Profitabilität verbessern?

Ein Lizenzmodell benötigt weniger Kapital und reduziert Kostenrisiken. Dadurch können Margen und Kapitalrendite steigen.

Wie wichtig ist Japan für Starbucks?

Mit rund 2.100 Filialen gehört Japan zu den größten internationalen Märkten des Konzerns und ist damit strategisch besonders bedeutend.

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