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E.on‑Aktie unter Druck: Das ist der Grund

E.on‑Aktie unter Druck: Das ist der Grund
Foto: iStockphoto
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Thorsten Küfner Heute, 11:21 Thorsten Küfner
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Volatilität und E.on – dies passte in den letzten Monaten eigentlich nie zusammen. Doch heute ist kräftig Bewegung in die Anteilscheine des Versorgers gekommen. Leider aus Sicht der Aktionäre in die falsche Richtung. Denn die ansonsten eher trägen Papiere knicken im frühen Handel um satte fünf Prozent ein und liegen damit an der Spitze der DAX-Verlierer.

• Die E.on-Aktie fällt im frühen Handel um rund fünf Prozent.

• Auslöser ist der von der Bundesnetzagentur vorgeschlagene WACC für Gasnetze von 3,76 Prozent, deutlich unter den Markterwartungen von 4,5 bis 5,5 Prozent. 

• E.on kann bis Mitte September Einspruch einlegen. Das Unternehmen hat sich bislang noch nicht geäußert.


Der Grund für den Kursrutsch ist eine Meldung der Bundesnetzagentur. Denn sie schlägt für einen gewichteten Kapitalkostensatz (WACC, Weighted Average Cost of Capital, auf Deutsch "gewichtete durchschnittliche Kapitalkosten") für Gasnetze von 3,76 Prozent. Zahlreiche Experten und viele Marktteilnehmer hatten auf einen deutlich höheren Satz gehofft. So lagen die Erwartungen im Vorfeld zwischen 4,5 und 5,5 Prozent. Der neue Satz gilt für die fünfte Regulierungsperiode. Diese betrifft den Zeitraum 2028 bis 2033.

E.on könnte noch bis Mitte September Einspruch gegen den Bescheid einlegen. Noch gab es vom Unternehmen keine Stellungnahme. Es dürfte spannend werden, ob der DAX-Konzern dagegen vorgeht. Erst kürzlich hatte Eon-Chef Leonhard Birnbaum noch einmal betont, wie sehr die Investitionen in die Energieinfrastruktur in Deutschland von einer angemessenen Regulierung und eben auch von einer guten Planbarkeit abhängen.

E.on (WKN: ENAG99)

Die Meldung der Bundesnetzagentur schmerzt natürlich, sie ist aber auch kein Beinbruch. E.on dürfte seine Gasnetze auch mit dem etwas geringer als erhofften Kapitalkostensatz profitabel betreiben können. Doch natürlich ist die heutige Enttäuschung der Marktteilnehmer nachvollziehbar. Für den AKTIONÄR bleibt der Versorger eine solide Halteposition, die vor allem für risikoscheue Dividendenjäger interessant ist. Der Stoppkurs sollte bei 15,00 Euro belassen werden.

Hinweis auf Interessenkonflikte

Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: E.on.

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