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KI zahlt sich aus: JPMorgan traut dem S&P 500 mehr zu

KI zahlt sich aus: JPMorgan traut dem S&P 500 mehr zu
Foto: Shutterstock Gen AI/Shutterstock
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Jochen Kauper Heute, 18:33 Jochen Kauper
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JPMorgan ist das jüngste Wall-Street-Haus, das sein Jahresendziel für den S&P 500 anhebt. Grund: Der Großteil der Unternehmensergebnisse liegt inzwischen vor. Und die Zahlen scheinen einen zentralen Pfeiler der bullischen These zu bestätigen – nämlich dass die gewaltigen Investitionen der größten Technologiekonzerne in künstliche Intelligenz gerechtfertigt sind.

Infront S&P 500 (WKN: A0AET0)

Am Montag erklärte Dubravko Lakos-Bujas, globaler Leiter der Marktstrategie bei JPMorgan, dass der S&P 500 das Jahr bei 8.000 Punkten beenden werde. Damit hebt er sein bisheriges Ziel von 7.800 Punkten an.

Explosive Berichtssaison

Von den bislang 87 Prozent der S&P-500-Unternehmen, die berichtet haben, übertrafen 78 Prozent die Gewinnerwartungen der Analysten, wie aus einer Notiz von JPMorgan hervorgeht. Besonders bemerkenswert ist das Ausmaß der Beats: Die Unternehmen lagen im Schnitt rund 31 Prozent über den Schätzungen – in den letzten vier Quartalen waren es lediglich 9 Prozent.

Die Milliardenbeträge, die in die Entwicklung von KI fließen, standen lange im Fokus des Marktes. Doch die Bedenken der Investoren hinsichtlich der Kapitalrendite dürften nun allmählich abnehmen, so JPMorgan. Zu den prominentesten Unternehmen, die inzwischen erste Gewinne aus dem KI-Geschäft ausweisen, zählen Alphabet, Amazon und Microsoft. Bei ihnen haben sich das Cloud-Wachstum, die wachsenden Auftragsbestände und der operative Cashflow verbessert, wie die Bank feststellt.

Amazon (WKN: 906866)

Zwar werde der freie Cashflow „bei den meisten Hyperscalern im Geschäftsjahr 2027 voraussichtlich negativ bleiben", schrieb Lakos-Bujas, doch „verbessern sich Nachfrage und Auftragsdeckung im Verhältnis zu den Investitionsausgaben, was sich an steigenden Backlog-zu-Capex- und Book-to-Bill-Verhältnissen zeigt."

„Das deutet darauf hin, dass die Monetarisierung womöglich schneller hochläuft als die Ausgaben. Das sollte ein stärkeres künftiges Umsatzwachstum stützen und die Bedenken hinsichtlich der Rendite auf das eingesetzte Kapital weiter zerstreuen", so der Stratege.

Alphabet (C) (WKN: A14Y6H)

Sein erwartetes Kurs-Gewinn-Verhältnis für den S&P 500 beließ der Stratege unverändert bei rund dem 20-Fachen. Als Gründe nennt er das Potenzial für höhere Zinsen sowie die anhaltende geopolitische Unsicherheit. Hinzu komme, dass der Markt ein beispielloses Angebot an Aktien und Anleihen werde absorbieren müssen, schrieb er.

Microsoft (WKN: 870747)

Andere Häuser haben ihre Marktziele zuletzt ebenfalls angehoben. In der vergangenen Woche erhöhte CFRA sein Jahresendziel für den S&P 500 auf 8.050 Punkte, nachdem es ursprünglich bei 7.400 Punkten gelegen hatte. Im vergangenen Monat hob UBS sein Jahresendziel von 7.500 auf 8.100 Punkte an.

Mit dem neuen Ziel gehören JPMorgan und die anderen Häuser laut der CNBC-Umfrage unter Marktstrategen für 2026 zu den optimistischsten Stimmen an der Wall Street.

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