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24.02.2016 Sebastian Schinhammer

Kampf um Vorherrschaft: Amazon und Netflix produzieren jeweils deutsche Serie

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Die beiden etablierten Video-on-Demand Anbieter Netflix und Amazon kämpfen um Marktanteile in Deutschland. Während Amazon mit 32 Prozent an der Spitze liegt, konnte Netflix immerhin schon 13 Prozent Marktanteil verbuchen.

Befeuert wird die Schlacht durch die neueste Meldung von Netflix: Und zwar entwickelt das US-Unternehmen eine Serie speziell für den deutschen Markt. Sie soll “Dark” heißen, 2017 produziert und im selben Jahr ausgestrahlt werden. Dazu hat sich die weltweite Nummer eins – mit 69 Millionen Kunden – deutsche Unterstützung gesichert. Das Team von “Who am I - kein System ist sicher”, eines erfolgreichen deutschen Films aus dem vergangenen Jahr, soll das Vorhaben umsetzen.

Amazon hat schon vorgelegt

Vor zwei Wochen erst hat Amazon bekanntgegeben, eine ebenfalls eine deutsche Serie zu produzieren – mit dem deutschen Star Matthias Schweighöfer. Sie soll “Wanted” heißen und auch 2017 an den Start gehen. Ziel der beiden Streaming-Dienste: Die Bindung der Kunden durch spezielle Inhalte zu erhöhen.

Streaminganbieter: Alle defizitär

Ob dieser Weg richtig ist? Der deutsche Konkurrent Maxdome verzichtet darauf exklusive Serien zu produzieren, was vor allem auch eine Kostenfrage ist. Denn Sonia Rabussier, Analystin bei der Commerzbank, sagte in der aktuellen Ausgabe des AKTIONÄRS: “Maxdome, wie alle anderen Plattformen auch, arbeitet defizitär.” Zwar steige der Umsatz regelmäßig, doch durch den zunehmenden Wettbewerb verschiebe sich der Break-even für das Tochterunternehmen von ProsiebenSat1 weiter nach hinten. Wann und wie Amazon oder Netflix mit ihren Streaming-Diensten profitabel arbeiten, bleibt abzuwarten.

Kein Kauf

Netflix wird derzeit vom aktuellen Bärenmarkt mitgerissen – aktuelles Minus von knapp drei Prozent. Die Aktie ist auf dem aktuellen Niveau kein Kauf.

Buchtipp: Post Corona: Von der Krise zur Chance

Der Ausbruch von Covid-19 hat Schlafzimmer in Büros verwandelt, Jung gegen Alt ausgespielt und die Kluft zwischen Arm und Reich, Maskenträgern und Maskenhassern vergrößert. Einige Unternehmen, wie Amazon und der Hersteller von Videokonferenzsoftware Zoom, fanden sich unter einer Lawine der Verbrauchernachfrage erdrückt. Andere, wie die Restaurant-, Reise-, Hotel- und Live-Entertainment-Branche, kämpften darum, nicht unter die Räder zu kommen. Die Pandemie war ein Beschleuniger von Trends, die bereits in vollem Gange waren. In „Post Corona“ skizziert Galloway die Konturen der Krise und die Chancen, die vor uns liegen. Galloway kombiniert seinen unverkennbaren Humor und frechen Stil mit messerscharfen Einblicken und bietet Warnung und Hoffnung gleichermaßen.

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