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25.11.2016 Alfred Maydorn

JinkoSolar: Die neue Nummer 1 – Gewinner der Solarkrise

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JinkoSolar

Spätestens Nach Vorlage der jüngsten Unternehmensberichte ist klar: JinkoSolar steigt in diesem Jahr zum größten Verkäufer von Solarmodulen auf und verdrängt Trina Solar auf Platz zwei. JinkoSolar hat als einziger großer Solarkonzern seine Jahresprognose angehoben, was angesichts der aktuellen Branchenprobleme eine echte Überraschung war. 

JinkoSolar hat im dritten Quartal 2016 der Solarkries getrotzt und die Erwartungen der Analysten klar übertroffen. Die Prognose für das laufende Geschäftsjahr wurde angehoben. Statt der ursprünglich angepeilten 6,0 bis 6,5 Gigawatt will JinkoSolar jetzt Solarmodule mit einer Gesamtleistung von 6,6 bis 6,7 Gigawatt ausliefern. 

Selbst wenn JinkoSolar nur das untere Ende dieser Bandbreite erreichte, würde man Trina Solar auf den zweiten Platz verdrängen. Der Spitzenreiter der beiden vorangegangenen Jahre hat vor wenigen Tagen Modulverkäufe zwischen 6,3 und 6,6 Gigawatt in Aussicht gestellt. 

Starke Marge

Und auch in Sachen Profitabilität hat JinkoSolar klar die Nase vorn. Während die Bruttomarge von Trina Solar im dritten Quartal 2016 im Vergleich zum Vorjahr von 17,4 auf 16,9 Prozent leicht zurückging, erreichte JinkoSolar 22,1 Prozent und damit sogar 0,8 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. 

Niedrige Kosten

Hintergrund der erstklassigen Zahlen von JinkoSolar sind die enormen Kostensenkungen des chinesischen Solarkonzerns. So gelingt es, trotz fallender Verkaufspreise die Margen hoch zu halten und den Konkurrenten in der Krise Marktanteile abzunehmen. 

Spekulative Kaufchance

Die sehr guten Zahlen, der gute Ausblick und der Aufstieg zum größten Modulproduzenten der Welt sind an der Börse aber bisher kaum honoriert worden. Mit aktuell 13 Euro notiert die Aktie lediglich einen Euro über dem Jahrestief. Seit Jahresbeginn hat die Aktie rund 50 Prozent an Wert verloren. Mutige Anleger können auf einen Turnaround spekulieren, sollten die Position aber mit einem engen Stoppkurs absichern. Im Solar-Depot des maydornreport wurde die Position von JinkoSolar in der vergangenen Woche aufgestockt.

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