SpaceX, OpenAI, Anthropic – große Namen streben an die Börse. Auch Perplexity-Chef Aravind Srinivas stellt die Weichen Richtung Börsengang: Der KI-Suchmaschinenanbieter peilt weiterhin ein IPO im Jahr 2028 an – unabhängig davon, wie die geplanten Mega-Börsengänge von Anthropic und OpenAI beim Markt ankommen, so Srinivas gegenüber CNBC. Zwar hatte Srinivas bereits früher einen Börsengang vor 2028 ausgeschlossen, seine jüngsten Aussagen klingen nun aber deutlich verbindlicher.
• Perplexity hält an Börsengang-Plänen für 2028 fest.
• Anthropic und OpenAI haben bereits vertraulich Unterlagen für einen Börsengang eingereicht, das IPO von SpaceX steht unmittelbar bevor.
• Künftig dürften bei KI-Anwendungen die Kosten stärker zählen: Perplexity setzt deshalb je nach Aufgabe auf das wirtschaftlich sinnvollste Modell.
Der Zeitpunkt ist bemerkenswert: Anthropic, Entwickler des KI-Modells Claude, hat zuletzt vertraulich Unterlagen für einen Börsengang eingereicht. Auch OpenAI wird seit Längerem als IPO-Kandidat gehandelt. Zusammen mit einem möglichen Börsendebüt von SpaceX stehen damit einige der spektakulärsten Neuemissionen der kommenden Jahre im Fokus der Anleger.
Srinivas räumt ein, dass schwache Börsenstarts der Branchengrößen Auswirkungen auf das Marktumfeld haben könnten. Vor allem das Interesse der Investoren an milliardenschweren Technologie-Emissionen werde dadurch auf die Probe gestellt. Dennoch zeigt er sich optimistisch und erwartet erfolgreiche Platzierungen, da die betreffenden Unternehmen operativ stark aufgestellt seien.
Gleichzeitig rückt die Frage nach den Kosten für Künstliche Intelligenz stärker in den Mittelpunkt. Unternehmen achten zunehmend darauf, wie viel sie tatsächlich für KI-Anwendungen ausgeben. Nach Einschätzung von Srinivas werden Nutzer künftig nicht wahllos die teuersten Modelle einsetzen. Stattdessen werde je nach Aufgabe das wirtschaftlich sinnvollste Modell gewählt.
Im Fokus steht zudem die Frage, wie viel Unternehmen künftig für KI ausgeben. Srinivas erwartet keine Phase blinder Ausgaben mehr. Zwar bleibe die Zukunft für führende KI-Modelle attraktiv, doch Kosten dürften stärker zählen. Perplexity setzt deshalb auf Modelle verschiedener Anbieter: Je nach Aufgabe soll automatisch das passende Modell gewählt werden – inklusive Kostenabwägung. Reicht ein günstigeres Open-Source-Modell in 90 Prozent der Fälle aus und ist es zehn- bis 20-mal billiger, wäre das für Srinivas oft die bessere Wahl.
DER AKTIONÄR wird über die weitere Entwicklung der IPO-Szene berichten. In dieser Woche bleibt der Fokus aber auf dem Börsengang von SpaceX.
09.06.2026, 07:58