Der Ludwigshafener Chemieriese BASF sieht sich nach den ersten beiden Monaten des zweiten Quartals auf Kurs, die Erwartungen des Marktes zu erreichen. Der Vorstandsvorsitzende Markus Kamieth äußerte sich diesbezüglich gestern bei einer Analystenveranstaltung zum neuen Verbundstandort im chinesischen Zhanjiang zuversichtlich.
Kurzfassung:
• BASF-Chef Markus Kamieth sieht den Konzern nach einem starken April und Mai auf Kurs, die Markterwartungen im zweiten Quartal zu erfüllen.
• Die durch den Iran-Krieg ausgelösten Nachfrageeffekte haben sich laut Kamieth inzwischen wieder abgeschwächt.
• Trotz eines nun etwas schwächeren Chartbilds bleiben die Dividendenperle BASF für Langfrist-Investoren attraktiv.
So erklärte Kamieth: "Insgesamt würde ich sagen, dass der Mai eine Fortsetzung eines ziemlich starken Aprils darstellt." Als Grund nannte er unter anderem das weiterhin robuste Preisniveau bei zahlreichen Chemieprodukten. Vor diesem Hintergrund zeigte sich Kamieth optimistisch für das laufende Quartal. "Wir erwarten daher, dass wir im zweiten Quartal die Analystenerwartungen angesichts der aktuellen Dynamik erfüllen können", betonte er. Allerdings stehe mit dem Juni noch ein wichtiger Monat aus.
Gleichzeitig betonte der BASF-Chef, dass der Nachfrageimpuls infolge des Iran-Kriegs inzwischen nachgelassen habe. Die zeitweise höhere Nachfrage sei vor allem auf Unsicherheiten in den europäischen Liefer- und Wertschöpfungsketten zurückzuführen gewesen. Dieser Effekt normalisiere sich nun wieder. Laut dem aktuellen Konsens rechnen Analysten für das zweite Quartal des laufenden Jahres im Durchschnitt mit einem EBITDA vor Sondereinflüssen von 2,02 Milliarden Euro.
Auch DER AKTIONÄR ist für BASF vorsichtig optimistisch gestimmt. Aktuell läuft es für den Chemieriesen relativ rund. Dennoch hat sich das Chartbild zuletzt wieder etwas eingetrübt. Die Dividendenperle ist aber für langfristig orientierte Anleger weiterhin ein attraktives Investment, das mit einem Stoppkurs bei 39,00 Euro nach unten abgesichert werden sollte.
FAQs
Womit erzielt BASF seine Erlöse?
BASF verdient sein Geld vor allem mit Chemikalien, Kunststoffen, Industrielösungen, Pflanzenschutzmitteln sowie Produkten für die Automobil-, Bau- und Konsumgüterindustrie.
Was sind die Verbundstandorte bei BASF?
In den nun sieben Verbundstandorten des Konzerns werden Produktionsanlagen, Energieversorgung und Rohstoffströme eng miteinander verknüpft. Dadurch können Nebenprodukte direkt weiterverwendet, Transportwege reduziert und Kosten sowie Energie eingespart werden.
Zahlt BASF Dividende?
BASF zählt seit Jahren zu den beständigsten und spendabelsten Dividendenzahlern. Aktuell beträgt die Mindest-Dividende 2,25 Euro pro Aktie.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: BASF.
Heute, 07:19