Auf diesen Satz haben viele Börsianer gehofft: „Die Versorgung der Produktion mit Rohstoffen und Belieferung unserer Kunden ist gesichert.“ Dies erklärte der Chemieriese BASF kürzlich angesprochen auf die Probleme, die sich durch die anhaltend niedrigen Pegelstände ergeben könnten. Allerdings gibt es auch eine Einschränkung.
Kurzusammenfassung:
• BASF kann die Produktion trotz niedriger Rheinpegel weiterhin mit Rohstoffen versorgen, muss aber mehr Schiffe einsetzen.
• Spezielle Niedrigwasserschiffe helfen dabei, Engpässe wie beim historischen Niedrigwasser 2018 zu vermeiden.
• Der Rhein ist für BASF ein zentraler Transportweg, da rund 40 Prozent der Güter am Standort Ludwigshafen per Schiff befördert werden.
So können die Schiffe aufgrund des Niedrigwassers nicht voll beladen werden. Aufgrund dessen setzt der DAX-Konzern aus Ludwigshafen mehr Schiffe ein. Im Einsatz sind dabei auch speziell konzipierte Niedrigwasserschiffe, eine Folge des Niedrigwassers von 2018. Denn damals hatten die dauerhaft niedrigen Pegelstände zu einer Ergebnisbelastung in dreistelliger Millionenhöhe geführt.
Denn die reibungslose Abwicklung von Vertrieb und Einkauf über den Rhein ist für BASF enorm wichtig. So werden knapp 40 Prozent der Güter am Stammwerk Ludwigshafen per Schiff über den Rhein transportiert. Wichtig ist hierfür etwa das vor drei Jahren präsentierte Transportschiff „Stolt“. Dies hat einen besonders geringen Tiefgang und verkehrt zwischen den Häfen von Antwerpen, Rotterdam und Amsterdam und Ludwigshafen.
Indes setzt BASF auch auf politische Unterstützung. So erhofft man sich eine schnellere Umsetzung von bereits geplanten Projekten: „Wir sehen vor allem im Bereich der ‚Abladeoptimierung Mittelrhein‘ dringenden Umsetzungsbedarf.“ Das Unternehmen ist auch einer der Unterzeichner des Aktionsplans „Niedrigwasser Rhein“, wodurch die Schiffbarkeit des Rheins auch bei Niedrigwasser gewährleistet werden soll.
Mehr zur Aktie von BASF, darunter eine umfangreiche Rechnung, was die Einzelteile des Chemieriesen eigentlich wert sein müssten, lesen Sie in der aktuellen Print-Ausgabe 31/2026. Hier bequem als ePaper erhältlich.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: BASF.
Heute, 11:12
Bei Google bevorzugen