Am Montag konnte die Aktie von Infineon noch kräftig zulegen. So verteuerten sich die DAX-Titel zum Ende des Handels um stattliche sieben Prozent. Doch heute geht es in die andere Richtung. Denn die Experten der US-Investmentbank Morgan Stanley sorgen nun für deutlichen Abwärtsdruck bei der Infineon-Aktie.
Im Fokus der jüngsten Studie zum Halbleiter-Markt steht vor allem Infineon, dessen Einstufung auf "Equalweight" zurückgestuft wurde, sowie die US-Aktie Synopsys, die neu mit "Overweight" bewertet wird. Bei den niederländischen Werten ASML und BE Semiconductor senkten die Analysten Lee Simpson und Nigel van Putten zwar die Kursziele, bleiben aber grundsätzlich zuversichtlich gestimmt.
Für die Infineon-Aktie geht es nach einer starken Vortagesentwicklung im frühen Handel um bis zu 2,5 Prozent nach unten. Grund dafür ist die von den Morgan-Stanley-Experten geforderte stärkere Selektivität innerhalb der Branche. Grundsätzlich bleiben die Analysten zwar optimistisch, was die durch KI-Nachfrage getriebene Stärke sowie die zunehmend breitere zyklische Erholung angeht.
Allerdings nähere sich der Markt für Arbeitsspeicher (DRAM) einem Höhepunkt, während sich gleichzeitig die Bewertungsunterschiede innerhalb der Branche weiter vergrößerten, so die Einschätzung von Simpson und van Putten. Bei Infineon sehen die Experten kurzfristig kaum noch Spielraum für weiter steigende Markterwartungen – auch wenn die langfristige strukturelle Chance durch KI-Rechenzentrums-Chips ihrer Meinung nach grundsätzlich attraktiv bleibt. Die Analysten gehen bei den Münchenern daher vorerst an die Seitenlinie, wobei ihr gesenktes Kursziel von 65 Euro weiterhin über dem aktuellen Xetra-Niveau liegt – größere Kursrisiken signalisieren sie mit dieser Einschätzung also nicht.
DER AKTIONÄR bleibt für die Infineon-Aktie zuversichtlich gestimmt. Mehr dazu lesen Sie hier.
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