15.02.2012 Florian Westermann

Infineon: Schwierigkeiten bei Elpida und Milliardenforderung

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Infineon
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Die Aktie des Halbleiterherstellers Infineon profitiert heute von einer Meldung, wonach der japanische Kontrahent Elpida Memory in ernsten Schwierigkeiten steckt. Dagegen könnte die Qimonda-Pleite noch ein teures Nachspiel für Infineon haben.

Die Infineon-Aktie profitiert heute von einer Meldung aus Japan. Der Speicherchip-Hersteller Elpida Memory steckt offenbar in massiven Schwierigkeiten. Demnach konnten die Japaner die bis April nötige Refinanzierung ihrer Verbindlichkeiten noch nicht in trockene Tücher bringen. Bislang hätten Gespräche mit der Regierung, der Development Bank of Japan sowie den größten Gläubigern nicht zu einer Einigung geführt. Die Elpida-Aktie brach heute in Tokio um 14 Prozent ein.

Sorgenkind Qimonda

Gleichzeitig gab es auch Neuigkeiten im Fall der früheren Speicherchiptochter Qimonda. Wie am Dienstag bekannt wurde, will Insolvenzverwalter Michael Jaffé von Infineon wegen der Pleite mindestens 1,71 Milliarden Euro zuzüglich Zinsen erstreiten. Jaffé wirft Infineon vor, Fehler bei der Abspaltung des Speichergeschäfts gemacht zu haben. In der Folge hätte Qimonda finanzielle Nachteile hinnehmen müssen. Infineon weist die Ansprüche zurück. Zudem werde sich der Konzern energisch gegen die geltend gemachten Ansprüche zu Wehr setzen.

Die Aussichten bleiben positiv

Die Infineon-Aktie ist am Dienstag nach Bekanntwerden der Forderung Jaffés deutlich abgerutscht und unter den Aufwärtstrend bei 7,37 Euro gefallen. Entscheidend ist nun, dass der Titel diese Marke schnellstmöglich zurückerobert. Andernfalls droht ein Rückschlag bis in den Bereich von 6,70 Euro. Langfristig orientierte Anleger halten nach wie vor am dem Titel fest. Das Kursziel lautet vorerst unverändert 8 Euro. Ein Stopp bei 5,60 Euro sichert ab.