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12.06.2020 Michel Doepke

Hyundai setzt auf die Brennstoffzelle – Rückenwind für Nel und Co?

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Der südkoreanische Automobilhersteller Hyundai will die Kosten für Elektrofahrzeuge mit Brennstoffzellen in den kommenden Jahren deutlich senken. "Unser Ziel ist, im Jahr 2025 Pkw mit Brennstoffzellen zu bauen, die so viel kosten wie Elektrofahrzeuge mit Batterieantrieb", sagte Saehoon Kim, Chef der Brennstoffzellensparte bei Hyundai, der Welt. Die Koreaner haben Großes vor.

Fahrzeuge mit Wasserstoff-Brennstoffzelle sind bislang noch deutlich teurer als Elektroautos mit Batteriespeicher. Die Steigerung der Produktion sei der entscheidende Hebel, um die Kosten zu senken. "Dieses Jahr planen wir den Bau von 13.000 Nexo und wollen die Fertigung von nun an jedes Jahr kontinuierlich steigern. Unser aktuelles Ziel für das Jahr 2030 ist, 500.000 Pkw mit Brennstoffzellen zu bauen", sagte Kim. Der Hyundai Nexo ist derzeit neben dem Mirai des Konkurrenten Toyota der einzige Brennstoffzellen-Pkw mit einer wachsenden Serienfertigung.

Anders als die deutschen Automobilhersteller setzen Hyundai und Toyota auf einen kontinuierlichen Ausbau des Geschäftes mit diesen Fahrzeugen in den kommenden Jahren. "Die meisten europäischen Automobilhersteller sagen, die Brennstoffzelle sei eine Technologie für das kommende Jahrzehnt. Wir glauben, es ist eine Technologie für dieses Jahrzehnt", sagte Kim.

Infrastruktur wichtig

Das Heimatland von Hyundai, Südkorea, hat große Ambitionen, was den Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur angeht. Bis 2022 möchte das Land mehr als 300 Wasserstoff-Tankstellen errichten. Mit von der Partie ist auch der norwegische Wasserstoff-Player Nel. Vor Kurzem konnte die Gesellschaft einen neuen Auftrag aus Südkorea für drei Wasserstoff-Stationen vermelden.

Nel (WKN: A0B733)

Dass große Autobauer wie Hyundai der Brennstoffzelle zum großen Durchbruch verhelfen wollen, spielt Wasserstoff-Infrastruktur-Spezialisten wie Nel klar in die Karten. Interessierte Anleger sollten allerdings auf dem aktuellen Kursniveau nicht zugreifen und auf günstigere Einstiegsgelegenheiten warten.

(Mit Material von dpa-AFX)

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