04.11.2013 Florian Söllner

Grünes Licht für Deutsche-Bank-Aktie

-%
DAX

Die Deutsche Bank startet am Montag leicht schwächer in den Handel. Seit dem eindrucksvollen Intraday-Reversal nach dem Gewinneinbruch im dritten Quartal konsolidiert das Papier damit weiter. Das liegt vor allem an der durchwachsenen Nachrichtenlage. Ende letzter Woche gab es Berichte, wonach der US-Immobilienfinanzierer Fannie Mae das deutsche Kreditinstitut wegen mutmaßlicher Manipulation des Geldmarktzinssatzes Libor verklagt habe.

Charttechnik: Grünes Licht

Doch die Aktionäre der Deutschen Bank sind solche Meldungen mittlerweile gewohnt. Viele Anleger haben sich nicht aus dem Papier verabschiedet, was an einem relativ geringen Handelsvolumen ablesbar ist. Damit bleibt die vor einer Woche gebildete weiße Kerze das übergeordnete Signal. Bislang ist davon auszugehen, dass die Kursverluste der letzten Handelstage lediglich eine gesunde Korrektur sind. Der kurzfristige Aufwärtstrend ist intakt, wichtige Durchschnittslinien liegen als Unterstützung unter dem aktuellen Kurs.

Anleger bleiben daher aus charttechnischer Sicht investiert. Zumal der Blick auf den längerfristigen Chart zeigt: Die Unterstützungen sind massiv und die Chance auf einen Ausbruch aus der Seitwärtsrange zwischen 34 und 36 Euro beziehungsweise dem eingezeichneten Dreieick weiter gegeben, was deutliche Kursgewinne nach sich ziehen würde.

Aktie zu günstig

Auch fundamental gibt es keinen Grund, sich Sorgen zu machen. Die Aktie der Deutschen Bank ist mit einem 2014er-KGV von 8 eindeutig zu günstig. Der faire Wert liegt bei 45 Euro, der Stoppkurs sollte bei 29 Euro gesetzt werden.

Wie viel Potenzial die Aktie der Deutschen Bank langfristig hat, erfahren Sie hier.

Buchtipp: Narrative Wirtschaft

„Tech-Aktien steigen immer!“ „Immobilien­preise fallen nie!“ Stimmt das wirklich? Ob wahr oder nicht, solche Narrative, oder einfacher gesagt Geschichten, beeinflussen das Verhalten von Menschen und somit auch die Wirtschaft massiv. Wie entstehen Narrative? Wie gehen sie viral, wie gewinnen sie an Einfluss, wann verlieren sie diesen wieder? Welche Auswirkungen haben sie? Und, last, but not least: Wie lassen sich mit ihnen ökonomische Zusammenhänge und Entwicklungen besser verstehen und vorhersagen? Diese Fragen untersucht Wirtschafts-Nobelpreisträger Robert J. Shiller in seinem vielleicht wichtigsten Buch.

Autoren: Shiller, Robert J.
Seitenanzahl: 480
Erscheinungstermin: 16.03.2020
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-86470-666-0