20.01.2017 Benedikt Kaufmann

Grubhub: Traum-Temperaturen bringen Umsatzplus

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Grubhub
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Es regnet oder schneit und Wind peitscht ins Gesicht. Während wir uns die Hände reiben, um frierende Finger zu wärmen, reiben die Verantwortlichen von Grubhub ihre Hände voller Vorfreude aneinander. Denn bei schlechtem Wetter bestellen sich die Hungrigen ihr Essen lieber nach Hause als in ein Restaurant zu gehen.

Die düstere Jahreszeit mit rekordverdächtigen Minustemperaturen in den USA könnte sich für den Lieferdienst Grubhub auszahlen und das letzte Quartal zum stärksten der Unternehmensgeschichte werden lassen. Für das vierte Quartal erwartet man einen Umsatz von 137 Millionen Dollar – ein Zuwachs von 38 Prozent gegenüber dem Vergleichsquartal 2015. Am 8. Februar veröffentlicht Grubhub die Zahlen.

Grubhub arbeitet mit 45.000 Restaurant aus über 1.100 Städten in den USA zusammen – bestellt wird am PC oder über das Smartphone. Die weltweiten Umsätze die Restaurants durch Essenslieferungen machen liegen laut den Analysten von McKinsey bei 83 Milliarden Euro. Der Anteil der davon auf die Online-Dienste entfällt liegt bei rund 10 Prozent. Das Online-Segment von 8,3 Milliarden Euro soll jedoch mit 25 Prozent jährlich anwachsen. Der Marktführer Grubhub erhält ein großes Stück vom wachsenden Kuchen.

Die Grubhub-Aktie tat sich zum Jahresbeginn schwer: Zwar konnte das Upgrade von Morgan Stanley auf Overweight den Kurs etwas beflügeln – dennoch prallte der Chart am Widerstand im Bereich von 39 Dollar ab. Ein starkes viertes Quartal könnte der Aktie den entscheidenden Impuls geben, um die Range zwischen der Unterstützung bei 35,50 und dem Widerstand zu verlassen. DER AKTIONÄR bleibt bullish: Kursziel 45 Euro.