15.03.2019 Markus Bußler

Gold und Silber: Jetzt zehn Jahre bergauf?

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Gold
Trendthema

Wenn Anleger von Edelmetallen lesen, dann denken sie fast schon selbstverständlich an Gold und Silber. Doch es gibt noch weitere Edelmetalle. Und eines davon hat in Sachen Performance Gold und Silber ind en vergangenen Monaten deutlich in den Schatten gestellt: Palladium. Das vor allem in der Automobil-Industrie gefragte Edelmetall übersprang erst kürzlich die Marke von 1.500 Dollar. Und war damit teurer als Gold. Ist Palladium ein Vorbote für den Rest der Edelmetalle?

Ja, meint zumindest Mike McGlone, Senior Rohstoffanalyst bei Bloomberg Intelligence (BI). „Der Edelmetallmarkt ist dabei, eine Rallye fortzusetzen. Und zwar auf dem Rücken der Palladium-Preise.“ Zum ersten Mal in fünf Jahren habe der Bloomberg Precious Metals Spot Subindex den 72-Monats-Durchschnitt übersprungen. Das sei ein bullishes Zeichen für den Gesamtmarkt.

Erinnerungen werden wach an ein Szenario, das es schon einmal gegeben hat. Und zwar zur JahrtausendwendeVon Mitte 1999 bis Anfang 2001 zog der Palladium-Preis schon einmal deutlich an. Auch damals war Palladium praktisch das einzige Edemetall, das eine Rallye auf das Parkett gelegt hat. Erst zeitversetzt reagierten damals Gold, Silber und auch Platin auf den Anstieg bei Palladiu. Dennoch begann im Anschluss die Rallye von Gold und Silber, die (mit der Unterbrechung im Jahr 2007) bis in das Jahr 2011 Bestand haben sollte. Wiederholt sich die Geschichte? Bei Bloomberg Intelligence meint man: Gut möglich.

Interessant: Die Palladium/Platin-Ratio hat mittlerweile einen höheren Wert erreicht als in der Spitze 2001. Und das wertet McGlone als Indiz dafür, dass die Rallye bei den anderen Edelmetallen, insbesondere Platin, bald starten könnte. Unterstützung könnte dabei unter anderem von einem Peak im US-Dollar kommen, fügt McGlone an.

Eine interessante Analogie, die man logisch nur schwer begründen kann. Dennoch sieht auch DER AKTIONÄR, wie bereits mehrfach erwähnt, gute Chancen, dass Gold und Silber ihre Widerstandsbereiche aus dem Markt nehmen könnten. Das dürfte fast automatisch ein höheres Interesse nach sich ziehen und die Edelmetalle beflügeln.