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Gold: … und plötzlich kaufen sie wieder

Gold: … und plötzlich kaufen sie wieder
Foto: AlexLMX/iStock
Gold XAU/USD Spot Rate -%
Lars Friedrich Heute, 21:23 Lars Friedrich

Nach mehreren schwachen Tagen meldet sich Gold heute zurück. Der Preis steigt am Donnerstag zeitweise um mehr als zwei Prozent und klettert wieder über 4.600 Dollar je Unze. Kurzfristig hilft vor allem der schwächere US-Dollar. Und was noch wichtiger ist: Die größere Story bleibt grundsätzlich intakt.

Es gilt, was DER AKTIONÄR grundsätzlich bereits antizipiert hatte (siehe Beiträge am Artikelende): Zentralbanken bauen ihre Bestände weiter aus, während der Iran-Konflikt die Märkte in Atem hält, auch wenn kurzfristig hier und da mal verkauft wird.

Jüngster positiver Treiber: Der Dollar gerät unter Druck, nachdem Japan offenbar am Devisenmarkt eingegriffen hat, um den Yen zu stützen. Der klassische Effekt: Ein schwächerer Dollar macht Gold für Käufer außerhalb der USA günstiger. Das stützt die Nachfrage.

Dazu kommt die geopolitische Lage. Der Konflikt im Nahen Osten bleibt ungelöst, eine erneute militärische Eskalation steht im Raum. Nach dem Rückgang der vergangenen Tage beim Goldpreis reicht das an diesem Donnerstag für eine Gegenbewegung nach oben.

Zinsen und Öl

Trotz der aktuellen Erholung bleibt das Umfeld anspruchsvoll. Seit Beginn des Iran-Konflikts hat Gold mehr als 10 Prozent verloren. Der Hauptgrund sind steigende Inflationserwartungen und die Aussicht auf möglicherweise länger hohe Zinsen.

Gold wirft keine laufenden Erträge ab. Steigen die Zinsen, wird das Edelmetall im Vergleich zu verzinsten Anlagen weniger attraktiv. Dieser Effekt hat die Rally zuletzt ausgebremst.

Auffällig ist auch: Gold und Öl laufen derzeit oft gegenläufig. Während der Ölpreis im Zuge des Iran-Konflikts stark gestiegen war, geriet Gold unter Druck. Jetzt gibt Öl nach, der Dollar schwächelt – und Gold erholt sich.

Zentralbanken stützen

Kurzfristige Volatilität beiseite: Der mittelfristige Unterbau ist robust. Laut World Gold Council haben Zentralbanken im ersten Quartal so viel Gold gekauft wie seit mehr als einem Jahr nicht mehr. Viele Länder wollen ihre Abhängigkeit vom US-Dollar reduzieren und ihre Reserven breiter aufstellen. Diese Nachfrage stützt den Goldpreis langfristig.

Gold (ISIN: XC0009655157)

Kurzum: Wenn der Dollar schwankt, wird Gold wieder interessant. Wenn Märkte beben, fängt Gold an zu leben. Dem Gold bleiben die Zentralbanken hold.

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