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21.05.2018 Thomas Bergmann

Geliebter Beton: Die Totgesagte

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Deutsche Euroshop

Von der Nullzinspolitik eines Mario Draghi hat vor allem eine Branche profitiert – der Immobiliensektor. Die Preise für Wohneigentum sind aufgrund der starken Nachfrage in die Höhe geschossen und damit die Kurse vieler Immobilien-Aktien. Die Auswirkungen sind auch in den Auswahlindizes spürbar: In DAX, MDAX und SDAX tummeln sich mittlerweile 15 Unternehmen aus diesem Sektor, wobei 13 als klassische Bestandshalter deklariert werden können. Diese 13 Gesellschaften hat der AKTIONÄR einmal genauer unter die Lupe genommen und aus den Bereichen Wohnen und Gewerbe den Favoriten identifiziert. Zudem ist der einzige reine Shoppingcenter-Betreiber einen Blick wert.

An einem Unternehmen ist der Boom im Immobiliensektor aber völlig vorbeigegangen. Während Aroundtown und Vonovia seit dem 26. November 2015 (dem Tag des Xetra-Listings von Aroundtown) eine Gesamtrendite von 73 Prozent respektive 45 Prozent erzielt haben, beträgt die der Deutsche Euroshop minus (!) 18 Prozent.

"Grund dafür ist der stark wachsende Onlinehandel und die damit einhergehenden Herausforderungen für den stationären Handel, insbesondere in dem für uns sehr wichtigen Segment der Modeanbieter", erklärt Vorstand Olaf Borkers. Dies habe die Anleger genauso verunsichert wie negative Nachrichten zur Zukunftsfähigkeit einiger großer amerikanischer Kaufhausketten. "Ein Abschlag von über 30 Prozent zum NAV ist meines Erachtens übertrieben", so Borkers weiter. Die Unsicherheiten, die der Markt derzeit mit einer FFO-Rendite von etwa acht Prozent für die Aktie einpreist, sehe er in diesem Ausmaß nicht.

Damit mag Borkers recht haben, denn nach wie vor sind die 21 Shoppingcenter im Portfolio der Deutsche Euroshop nahezu voll vermietet und die FFO waren 2017 so hoch wie niemals zuvor. Für seinen Vorstandskollegen Wilhelm Wellner haben die Shoppingcenter für die Zukunft noch einen Trumpf in der Hand: "Sie sind ein idealer Startpunkt für die letzte Meile, also die Endauslieferung von Bestellungen, die bis heute noch sehr kostenintensiv und wenig nachhaltig ist." Diese Potenziale gelte es zu heben. Darüber hi­naus profitiert die Gesellschaft von dem Trend, dass immer mehr reine Online-Unternehmen physische Shops eröffnen.

Um noch mehr Kunden als die 175 Millionen pro Jahr in die Center zu locken, verbessert die Deutsche Euroshop ständig den Komfort und die Aufenthaltsqualität. Man ist überzeugt, dass es genau diese beiden Bereiche sind, mit denen sich ein Center gegenüber dem Onlinehandel abheben kann.

Shoppingtour bei Deutsche Euroshop

Der Shoppingcenter-Investor glänzt nicht nur mit einer hohen FFO-Rendite, auch die Dividendenrendite von knapp fünf Prozent kann sich sehen lassen. Sollte die Verunsicherung im Markt weichen, sollte der Aktienkurs in Richtung 40 Euro klettern. Mehr über die großen deutschen Immobilien-Aktien lesen Sie in Ausgabe 20/2018, die Sie hier bequem herunterladen können.