7 Optionsscheine mit Chance auf Verdreifachung!
16.10.2020 Thorsten Küfner

Gazprom: "Wir brauchen das Gas"

-%
Gazprom

Mecklenburg-Vorpommerns Landesregierung und die Projektgesellschaft Nord Stream 2 führen laut Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) Gespräche darüber, wie die Fertigstellung der Ostseepipeline gelingen kann. Seit den Sanktionsandrohungen der USA Ende 2019 ruhen die Verlegearbeiten. Bei einem Besuch der Gas-Anlandestation in Lubmin (Vorpommern-Greifswald) hat Schwesig am Donnerstag ihre Unterstützung für das umstrittene Projekt bekräftigt. "Die Landesregierung hält weiter fest an der Fertigstellung der Ostseepipeline", sagte sie im Gespräch mit Unternehmern des Wirtschaftsstandortes Lubmin. Das Projekt sei genehmigt und als Industrieland könne es sich Deutschland nicht leisten, in Energieschwierigkeiten zu kommen. Sie betonte: "Wir brauchen das Gas."

Damit die Energiewende gelingt, sei es wichtig, weiterhin bezahlbare Energie bereitzustellen, sagte sie. Es werde immer viel über die Verlässlichkeit von Russland geredet. "Aber auch wir müssen verlässlich sein", erklärte die Regierungschefin. 

Nach Angaben eines Nord-Stream-2-Sprechers fehlen noch 160 Kilometer oder 6 Prozent der Rohrleitung, die russisches Erdgas nach Deutschland und ganz Europa transportieren soll. Trotz der US-Sanktionen gegen Unternehmen, die am Bau der Leitung beteiligt sind, sei an dem Projekt weitergearbeitet worden. Die Anlandestation sei technisch betriebsbereit. 


Gazprom (WKN: 903276)

Die Debatte um Nord Stream 2 wird sicherlich noch längere Zeit weiter gehen. Die Anteile des weltgrößten Erdgasprdouzenten bleiben daher nach wie vor ein sehr heißes Eisen. Wegen des intakten Abwärtstrends drängt sich ein Kauf vorerst noch nicht auf. Wer die Dividendenperle bereits im Depot hat, sollte den Stopp bei 3,20 Euro beachten. 

(Mit Material von dpa-AFX)

Behandelte Werte

Name Wert Veränderung
Heute in %
Gazprom - €

Buchtipp: Modern Money Theory

Manche Ökonomen halten die Modern Money Theory (MMT) nicht nur für die Weiterentwicklung der Thesen von John Maynard Keynes, sondern auch für das richtige oder sogar einzige Rezept für erfolgreiche Finanzpolitik des 21. Jahrhunderts. Andere, wie etwa Paul Krugman, kritisieren sie scharf und warnen vor Hyperinflation. Kann man die Thesen der MMT mit „Mehr Staat, weniger Markt“ angemessen beschreiben? Haben die Ökonomen recht, die wollen, dass sich Geldpolitik an Beschäftigungszielen orientiert? Der passende theoretische Rahmen für Geldpolitik in unserer Zeit oder nur alter Wein in neuen Schläuchen – Kater garantiert? Wer mitreden will, der muss verstehen. Wer verstehen will, dem empfehlen wir diese Einführung ins Thema.
Modern Money Theory

Autoren: Wray, L. Randall
Seitenanzahl: 400
Erscheinungstermin: 06.10.2022
Format: Softcover
ISBN: 978-3-86470-852-7