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05.11.2019 Thorsten Küfner

Gazprom: Und täglich grüßt Naftogaz ….

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Gazprom

Ähnlich genervt wie Bill Murray in „Und täglich grüßt das Murmeltier“ von dem allmorgendlichen Lied „I got you babe“ dürften die Gazprom-Aktionäre mittlerweile von dem Namen Naftogaz sein. Denn der ukrainische Energieversorger hat den russischen Gasriesen wieder einmal verklagt.

Nachdem nun auch Dänemark die Genehmigung für den Bau von Nord Stream 2 erteilt hat, sieht Naftogaz allmählich die Felle davon schwimmen. Denn die Abhängigkeit von Gazprom, die ukrainischen Pipelines zu nutzen, um die lukrativen Märkte in Europa zu versorgen, würde durch die zweite Ostseepipeline natürlich erheblich sinken.

Daher fährt Naftogaz wieder einmal starke Geschütze auf. So hat man nun vor dem Stockholmer Schiedsgericht eine Klage in Höhe von zwölf Milliarden Dollar eingereicht. Darin geht es unter anderem um angeblich nicht geleistete Erdgaslieferungen von Gazprom im Zeitraum von März bis Dezember 2018.

Es wird gepokert

Die Klage muss allerdings auch im Zusammenhang mit den derzeit laufenden harten Verhandlungen zwischen Gazprom und Naftogaz über einen neuen Transitvertrag ab Januar 2020 gesehen werden. So weiß Naftogaz natürlich, dass sich die Verhandlungsposition nun deutlich verschlechtert hat und fürchtet eine schlechte oder gar überhaupt keine Vereinbarung mit dem mächtigen Erdgasriesen.

Daher könnte Naftogaz sozusagen als zusätzliches Druckmittel nun diese Klage benutzen. So hat Naftogaz-Direktor Jurij Witrenko bereits erklärt, dass man durchaus bereit sei, die Klage fallenzulassen, sollte es zu einer Unterzeichnung eines neuen Transitvertrags kommen.

Die Streitigkeiten mit Naftogaz dürften voraussichtlich noch längere Zeit andauern. Auch deshalb bleiben die Gazprom-Papiere ein heißes Eisen. Dennoch können Anleger bei der extrem günstig bewerteten und charttechnisch sehr aussichtsreichen Aktie weiterhin zugreifen. Der Stopp sollte auf 5,50 Euro nachgezogen werden.

Buchtipp: Regel Nummer 1

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