30.04.2020 Thorsten Küfner

Gazprom setzt den Rotstift an

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Gazprom

Während es beim Energieriesen Royal Dutch Shell nun die erste Dividendenkürzung seit 1945 gab, können die Anteilseigner von Gazprom noch beruhigt sein: Die hohe 2019er-Dividende, die im Sommer ausgeschüttet wird, ist sicher. Doch für 2020 wird mit einem kräftigen Gewinnrückgang gerechnet. Daher steuert der Erdgasriese nun massiv dagegen an.   

So hat Gazprom angekündigt, in diesem Jahr sowohl die Investitionen als auch die Kosten jeweils um 20 Prozent senken zu wollen. Demnach soll eine Kappung der Kosten zu Einsparungen von 140 Milliarden Rubel (umgerechnet knapp 1,7 Milliarden Euro) führen. Durch das Zurückfahren der Investitionen will der Rohstoffriese 216 Milliarden Rubel einsparen. 

Gazprom (WKN: 903276)

Trotz der Sparanstrengungen wird Gazproms Gewinn im laufenden Jahr wegen der deutlich gesunkenen Gas- und vor allem Ölpreise deutlich fallen. Die Anteilscheine bleiben nach wie vor ausnahmslos für mutige Anleger geeignet. Wer die notwendige Nervenstärke und einen langen Atem besitzt, kann weiterhin das derzeit günstige Kursniveau zum Einstieg nutzen (Stopp 3,30 Euro).