Die Gewinner der Q2-Zahlensaison >> lesen
Foto: Börsenmedien AG
15.01.2019 Thorsten Küfner

Gazprom: 20,5 Milliarden Dollar Gewinn sind drin

-%
Gazprom

Klar sprechen einige Fakten eher gegen die Gazprom-Papiere: So gibt es viele Aktien, die über weitaus geringere politische Abhängigkeit verfügen. Und es gibt viele Aktien, die weit weniger volatil sind als die Anteile des Erdgasriesen. Allerdings gibt es weltweit nur ganz wenige Firmen, die derart profitabel sind wie Gazprom…

Nachdem der Energieriese im abgelaufenen Jahr den Analystenschätzungen zufolge einen satten Nettogewinn von 19,9 Milliarden Dollar erzielt haben dürfte, sollte in diesem Jahr die Marke von 20,0 Milliarden Dollar geknackt werden. Die Experten gehen aktuell davon aus, dass Gazprom ein Nettoergebnis von 20,5 Milliarden Dollar erwirtschaften dürfte. Zum Vergleich: Der aktuelle Börsenwert des Weltmarktführers im Erdgasgeschäft beläuft sich lediglich auf 56,7 Milliarden Dollar, woraus sich ein KGV von gerade einmal 3 errechnet.

Foto: Börsenmedien AG

Geduld ist gefragt

Für konservative Anleger bleiben die Gazprom-Anteile weiterhin eher nicht geeignet. Auf welche Aktien konservative Anleger jetzt setzen sollten, erfahren Sie exklusiv im neuen Aktienreport: Der große DAX-Dividendenkalender + die 5 sichersten Dividendenzahler der Welt.

Mutige Anleger mit einem langen Atem können indes nach wie vor darauf setzen, dass früher oder später ein derart hochprofitables Unternehmen wie Gazprom auch an der Börse entsprechend hoch bewertet wird oder zumindest zukünftig ein weitaus höherer Anteil der satten Gewinne an die Aktionäre fließt. Der Stoppkurs sollte bei 3,50 Euro belassen werden.

Behandelte Werte

Name Wert Veränderung
Heute in %
Gazprom - €

Buchtipp: Modern Money Theory

Manche Ökonomen halten die Modern Money Theory (MMT) nicht nur für die Weiterentwicklung der Thesen von John Maynard Keynes, sondern auch für das richtige oder sogar einzige Rezept für erfolgreiche Finanzpolitik des 21. Jahrhunderts. Andere, wie etwa Paul Krugman, kritisieren sie scharf und warnen vor Hyperinflation. Kann man die Thesen der MMT mit „Mehr Staat, weniger Markt“ angemessen beschreiben? Haben die Ökonomen recht, die wollen, dass sich Geldpolitik an Beschäftigungszielen orientiert? Der passende theoretische Rahmen für Geldpolitik in unserer Zeit oder nur alter Wein in neuen Schläuchen – Kater garantiert? Wer mitreden will, der muss verstehen. Wer verstehen will, dem empfehlen wir diese Einführung ins Thema.
Modern Money Theory

Autoren: Wray, L. Randall
Seitenanzahl: 400
Erscheinungstermin: 06.10.2022
Format: Softcover
ISBN: 978-3-86470-852-7