27.07.2017 Thomas Bergmann

Fed schickt Dollar ins Tal der Tränen - was macht der DAX?

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DAX
Trendthema

Die US-Notenbank Fed hat am Vorabend wie erwartet ihren Leitzins nicht angetastet. Zugleich kündigte sie an, ihre billionenschwere Bilanz bald abbauen zu wollen. An den Aktienmärkten waren die Auswirkungen dieser Entscheidung entsprechend gering. Mehr Einfluss hat Janet Yellen auf das Währungspaar Euro/Dollar genommen - zum Schaden der DAX-Anleger.

Euro: Neues 2,5-Jahres-Hoch

Die europäische Gemeinschaftswährung ist just nach der Zinsentscheidung an die Marke von 1,17 Dollar herangelaufen. Mittlerweile notiert das Währungspaar bei 1,1750 Dollar und damit auf dem höchsten Stand seit Januar 2015.

Der starke Euro belastet zeitglich den Aufschwung am deutschen Aktienmarkt, der seinem US-Pendant zuletzt wieder deutlich hinterherhinkt. Während die Wall Street von Rekord zu Rekord eilt, hängt der DAX rund 700 Zähler unter seinem Allzeithoch fest.

Dank der freundlichen Vorgaben aus den USA und trotz des starken Euro sollte der deutsche Leitindex heute aber zumindest einen Versuch unternehmen, den Widerstand bei 12.316 Punkten zu überwinden. Wichtiger wäre noch ein Überschreiten der Hürden bei 12.375/91 Zählern.

Bayer enttäuscht

Positiv für den DAX sollten die aktuellen Quartalsberichte von Allianz, BASF und Deutsche Bank sein. Im Gegenzug hat aber Indexschwergewicht Bayer die Prognosen gesenkt, was dem DAX einige Punkte kosten dürfte.

Aus technischer Sicht befindet sich der Index weiter in einem kurzfristigen Abwärtstrend, zudem wurden erste starke Verkaufssignale geliefert. Erst wenn der Bereich um 12.500 Punkten zurückerobert wird, kann man wieder offensiver an die Sache herangehen. Vorerst bleibt es dabei: DER AKTIONÄR ist short mit dem DAX-Turbo DD0NJP (Kaufkurs: 8,00 Euro).