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10.12.2019 Marion Schlegel

Ex-Siemens-Tochter Osram: Schon 3 Euro über dem Übernahmepreis – geht da noch mehr?

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Osram Licht

Die Aktien des Lichtkonzerns Osram sind nach der erfolgreichen Übernahme durch den Sensorspezialisten AMS zuletzt auf den höchsten Stand seit Juni 2018 geklettert. Die ehemalige Lichttochter von Siemens wurde 2013 vom Münchner Technologiekonzern abgespalten. Am Montag gingen die Papiere von Osram mit einem Plus von 14,9 Prozent auf 44,24 Euro aus dem Handel. Damit waren sie der mit Abstand beste Wert im MDAX. Die an der Züricher Börse gelistete AMS-Aktie verlor dagegen rund 4,8 Prozent.

Nach dem Erfolg der Übernahmeofferte von AMS sieht Commerzbank-Analyst Sebastian Growe sein neues Kursziel für die Osram-Aktie bei 44 Euro. Er passte dieses ausgehend vom AMS-Angebotspreis von 41 Euro nach oben an, nachdem bekannt wurde, dass mehr als 55 Prozent das Angebot angenommen haben. Das Votum beließ er auf "Hold".

Im Gegensatz zur anfänglich großen Skepsis auf Seiten Osrams gegenüber dem Bieter AMS, hätten beide Unternehmen nun einmal mehr ihren Willen unterstrichen, einen Weltmarktführer für Sensoriklösungen und Photonik zu schaffen, schrieb Growe in einer am Montag veröffentlichten Studie. Dies werde der Schlüssel sein, um angepeilte Synergien mit Einsparungen in Höhe von 300 Millionen Euro zu erreichen oder ihnen nahe zu kommen, glaubt der Marktexperte.

Osram Licht (WKN: LED400)

Die genaue Prozentzahl der Beteiligung von AMS an Osram werde aber wohl erst nach Weihnachten feststehen, verdeutlichte Growe angesichts einer erweiterten Annahmefrist, die an Heiligabend ausläuft. Aber am heutigen Dienstag würden sich in weiteren erwarteten Details zeigen, inwieweit Hedgefonds noch auf einen höheren Preis spekulieren als die von AMS gebotenen 41 Euro je Aktie.

DER AKTIONÄR sieht nach dem jüngsten Anstieg das Potenzial bei der Aktie ebenfalls größtenteils ausgeschöpft. Anleger, die auf die Übernahme spekuliert hatten, nehmen nun ihre Gewinne mit.

(Mit Material von dpa-AFX)