Mega‑Boom‑Aktien: Früh dran sein, Chancen nutzen!
08.10.2020 Emil Jusifov

Ex-Microsoft-Chef Steve Ballmer bietet Geld-Wette an – würden Sie einschlagen?

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MICROSOFT

Im US-Kongress verdichten sich die Pläne, die großen Tech-Konzerne zu einem fairen Wettbewerb zu zwingen. Laut einem Untersuchungsbericht wird sogar eine Zerschlagung "bestimmter dominierender Plattformen" ins Gespräch gebracht. Nun hat sich der Ex-Microsoft-CEO Steve Ballmer dazu geäußert.

Steve Ballmer ist der Überzeugung, dass Big Tech trotz der Initiativen der US-Regierung nicht zerschlagen wird. Ballmer, der Microsoft im Kartellprozess zu Beginn der Jahrtausendwende zusammen mit Bill Gates anführte, sagte: "Wenn ich in der Haut dieser Jungs stecken würde, hätte ich gesagt: 'Kommt schon, lasst uns zusammensetzen und es hinter uns bringen, reguliert uns ruhig, damit wir wissen, was wir tun können'."

Ballmer würde sogar Geld darauf wetten, dass Big Tech nicht zerschlagen wird. Zumal es laut Ballmer keinen Sinn ergebe, alle vier Tech-Giganten in einen Korb zu werfen. Wörtlich bezeichnete er dies als "Theater". Weiter sagte Ballmer: "Als wir Anfang der 2000er Jahre unsere Kartellfragen durchgingen, haben wir festgestellt, dass man Dinge tun kann, die zu 100 Prozent gesetzeskonform sind, doch sobald dich jemand für einen Monopolisten hält, hilft dir das alles nur am Rande."

DER AKTIONÄR empfiehlt Anlegern das Kartellverfahren gegen Big Tech gelassen hinzunehmen. Die Erfahrung zeigt, dass solche Verfahren sehr lange dauern können, wenn sie denn überhaupt zustande kommen. Zudem könnte eine mögliche Zerschlagung den Aktionären sogar noch in die Hände spielen. Sie könnten statt einer Aktie dann mehrere Aktien von sehr erfolgreichen Unternehmen erhalten, deren Gesamtbewertung an der Börse höher liegen dürfte, als dies aktuell der Fall ist.